Stolberg - Neues beim Stolberger Sport: Kunstrasen und Vereinsheim

Neues beim Stolberger Sport: Kunstrasen und Vereinsheim

Von: Jürgen Lange
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Bemerkenswerte Fortschritte verzeichnet der Spielverein bei der Realisierung des neuen Breiniger Sportparks. Das Kleinspielfeld ist fertig. Auf dem großen Platz ist der Kunstrasenbelag ausgerollt und zur Hälfte verklebt. Die Flutlichtmasten sind errichtet, und das neue Vereinsheim steht im Rohbau. Foto: J. Lange

Stolberg. Das Wetter macht dem SV Breinig noch immer einen Strich durch die Rechnung. Der Rasenplatz ist unbespielbar; der neue Kunstrasen auf dem großen Platz kann wegen der fortlaufenden Kälte noch nicht komplett verklebt werden. Die Spiele des Landes- und D-Liga-Teams mussten am Wochenende ausfallen.

Aber neben dem Spielfeld, an dessen Rand die Flutlichtanlage bereits steht, machen die Breiniger große Fortschritte. Das neue Vereinsheim steht im Rohbau – Parterre gemauert und im Obergeschoss in Holzrahmen-Bauweise. Sechs Umkleiden, zwei Duschen, Räume für Schiedsrichter, Trainer, Material und Bewirtschaftung sowie Toiletten entstehen im Erdgeschoss, darüber der Versammlungsraum und das Geschäftszimmer sowie die Aufsichtswohnung. In vier Monaten müssen die Arbeiten fertiggestellt sein; Anfang Juli muss der Spielverein sein bisheriges Heim an die Stadt übergeben. „Das ist zu machen“, ist Dieter Jollet überzeugt.

Gedanken macht sich der Projektverantwortliche des SV noch über den derzeitigen Freiraum zwischen der neuen Unterkunft und dem fertig belegten und verklebten Kunstrasen auf dem neuen Kleinspielfeld.

Dort hatte der Spielverein den Bau einer Trainingshalle angedacht. Aber dafür fehlt noch die erforderliche Finanzausstattung. „Wir werden die Fläche wohl erst einmal nur einebnen und befestigen, und dann sehen wir mal, was kommt“, sagt Jollet mit dem berühmten Optimismus in die Breiniger Schaffenskraft.

Mehr schaffen als ursprünglich geplant möchte die Stolberger Spielgemeinschaft in Gressenich. „Wir haben uns im Laufe der Baumaßnahme und in Abstimmung mit der Schulleitung und der Stadtverwaltung bereit erklärt, unmittelbar neben der Schule ein Kleinspielfeld aus Kunststoff anzulegen, das wir in Eigenleistung erstellen wollen“, sagt Axel Wirtz. Profitieren soll von dem zusätzlichen Angebot vor allem die Gressenicher Grundschule.

Der SG-Vorsitzende plant, das Kleinspielfeld vom Sportplatz Hehlrath von der Stadt Eschweiler zu übernehmen, „weil es dort wegen nachbarschaftlichen Beschwerden nicht genutzt werden kann“. Für die SG ist das Vorhaben mit erheblichem logistischen und finanziellen Aufwand verbunden, denn nach der Demontage in Eschweiler müssen die Blau-Gelben die dortigen Flächen wieder herstellen.

Am Bovenheck selbst rollen die Arbeiten am früheren Aschenplatz planmäßig und gehen zügig voran, berichtet Wirtz. Die Arbeiten am Unterbau werden in Kürze vollendet sein, so dass der Kunstrasen ausgerollt werden kann.

Eher angehoben werden in diesen Tagen die Bahnen aus dem Kunststoff auf dem Dörenberg. Dort muss der VfL Vichttal sein gutes Stück sanieren. Es ist abgesackt aufgrund eines mangelhaft verdichteten Untergrundes. Bis zu zehn Zentimeter hoch ist der Unterschied im Niveau zwischen dem Seitenaus und der Platzmitte. Die Arbeiten zur Egalisierung des Untergrundes laufen zwar bereits, leiden aber ebenso wie in Breinig unter den Umständen des Wetters.

„Wir können noch nicht abschätzen, wie lange das dauern wird“, sagt Vorsitzender Michael Frey. Und somit gibt‘s auch noch keinen genauen Überblick über die Kosten. Im Vorfeld kalkulierten die Vichttaler mit einem Aufwand von rund 15 000 Euro. Offen ist, ob und bei wem Gewährleistungsansprüche geltend gemacht werden können, da unterschiedliche Unternehmen an der Herstellung des Untergrundes beteiligt waren. Die Rechnung wird erst einmal an den VfL adressiert sein.

Heute kommt für den FC Stolberg der große Tag. Am Montag hat das das beauftragte Tiefbauunternehmen Strabag seine Baustelle am Rande des Stadions Glashütter Weiher eingerichtet. Heute geht‘s richtig los mit den Arbeiten.

„Zuerst muss aber eine Baustraße angelegt werden“, erklärt Joseph Steibel. Die führt vom Pfarrer-Karl-Scheidt-Weg am Rasenplatz vorbei zum alten Aschenplatz an der benachbarten Straße „Kesselschmiede“, erklärt der Projektverantwortliche des FC.

Fragezeichen bei Kleinspielfeld

Die oberste Schicht der roten Asche wird abgeschoben und entsorgt. Dann wird der verbleibende Untergrund aufgerissen, egalisiert und mit einer Drainage versehen. Das ist die Basis für die Schotter- und elastische Schicht, auf der der Kunstrasen innerhalb eines umlaufenden Weges aufgeklebt wird. Den Wall zur „Kesselschmiede“ hin will der rot-grüne Fusionsclub in eine Tribüne umgestalten – 30 Meter davon überdacht.

Ein Kleinspielfeld zwischen Grillhütte und Beachvolleyball-Anlage soll die Modernisierung des Stadions Glashütter Weiher ergänzen. Ob es mit Kunstrasen belegt oder als natürliche Rasenfläche gestaltet wird, ist noch offen und abhängig von den Gesprächen des FC mit der Verwaltung und der erforderlichen Entscheidung des Stadtrates über eine mögliche Änderung des Vertrages mit dem Verein. Denn den planen angesichts seiner Ausbauvorhaben Sorgen bei der Finanzierung.

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