Stolberg - Neues Angebot: Osteopathie im Bethlehem-Gesundheitszentrum

Neues Angebot: Osteopathie im Bethlehem-Gesundheitszentrum

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Roman Mülders (l.) und Ralf Ganser freuen sich darüber, dass die osteopathische Medizin auf Wunsch sowohl in das stationäre als auch in das ambulante Versorgungsspektrum integriert wird.

Stolberg. Osteopathie? Übersetzt heißt das soviel wie „kranker Knochen”, doch handelt es sich hierbei mitnichten um ein Synonym für die ähnlich klingende Osteoporose, sondern um eine moderne ganzheitliche Therapie, deren Ursprünge bereits im Amerika des späten 19. Jahrhunderts zu finden sind - und deren moderne Variante aktuell im Bethlehem-Gesundheitszentrum angeboten wird.

Dr. A. T. Still, ein Arzt zur Zeit des amerikanischen Bürgerkrieges, entwickelte aus Unzufriedenheit über die medizinischen Möglichkeiten seiner Zeit eine neue Therapie, die sich im Wesentlichen auf die Beseitigung von Bewegungseinschränkungen und Stauungen in den Körpergeweben stützt. Sein erklärtes Ziel: die Förderung der Selbstheilungskräfte und, damit verbunden, einer Eigenregulation des Körpers.

Seine intensive Auseinandersetzung mit der Anatomie des Bewegungsapparates und dessen Behandlung - der heutigen parietalen Osteopathie - führte zur später missverständlichen Namensgebung der Therapie. Still selbst trug sein frühes Wirken den Titel „the lightning bonesetter” ein - „der Blitzeinrenker”.

In späteren Forschungen an seinem Institut für osteopathische Medizin entdeckten Still und seine Schüler, dass auch Behandlungen an den inneren Organen selbst (viszerale Techniken), Techniken am Schädel (cranio-sakrale Techniken) sowie über die Bindegewebe des Körpers (Faszientechniken) erfolgreich waren - oftmals sogar noch effektiver. Wieder einmal bewies sich, dass der Patient stets als Ganzes betrachtet werden musste und seine Erkrankungen als Störungen mehrerer verschiedener Funktionssysteme des Körpers. Stills Erben praktizieren heutzutage in den USA parallel zur klassischen Schulmedizin als Ärzte in Akuthäusern oder Praxen.

In Europa wird die Fachdisziplin der „manuellen osteopathischen Behandlung” seit einigen Jahrzehnten als Studium für Ärzte und Physiotherapeuten angeboten und hat sich bislang vor allem in Praxen etabliert. Die Versorgung in Akuthäusern ist vor allen Dingen in Deutschland bisher eher ein Sonderfall als die Regel.

Grund hierfür ist vor allem, dass es bislang keinen geregelten Berufstand für den „Osteopathen” in Deutschland gibt (mit Ausnahme des Bundeslandes Hessen). Zudem übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen in Deutschland die Behandlungskosten für Osteopathie zunächst einmal grundsätzlich nicht.

Private (Zusatz-)Krankenversicherungen gewähren für osteopathische Behandlungen eine Rückerstattung, sofern der Tarif die Kostenübernahme vorsieht (z.B. unter dem Passus „naturmedizinische Heilverfahren”). In einigen Fällen kann die Erstattungsfähigkeit allerdings auch auf bestimmte Krankheitsbilder beschränkt sein, z.B. auf Erkrankungen des Bewe-gungsapparates. Im Zweifelsfall sollte hier vor Behandlungsbeginn der Krankenversicherer kontaktiert werden.

Das Bethlehem-Gesundheitszentrum Stolberg und das ZAP integrieren die osteopathische Medizin auf Wunsch sowohl in das stationäre als auch in das ambulante Versorgungsspektrum, um den Patienten eine optimale medizinische Versorgung zu gewährleisten.
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