Neuer Verein Historische Altstadt gegründet

Von: Dirk Müller
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Der neue Verein Historische Altstadt Stolberg hat sich mit dem Leerstandsmanagement für den mittleren und den oberen Steinweg ein hohes Ziel gesetzt. Foto: D. Kinkel-Schlachter
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Hartmut Kleis (links), Vorsitzender des Vereins, und Geschäftsführer Christian Altena wünschen sich gut Zusammenarbeit. Foto: D. Müller

Stolberg. Der Verein „Historische Altstadt Stolberg“ ist gegründet. Die 35 anwesenden Gründungsmitglieder sprachen sich einstimmig für Hartmut Kleis als 1. Vorsitzenden aus, zum 2. Vorsitzenden wählten sie Roland Fuchs.

Ebenso einstimmig votierten die Vereinsmitglieder auch für den Geschäftsführer Christian Altena und den Schatzmeister Klaus-Josef Kaesler sowie den Beisitzer Karl-Heinz Hugo. Zuvor verabschiedete die Versammlung die Satzung, in der als Zweck des selbstlos tätigen Vereins die Förderung des bürgerschaftlichen Engagements verankert ist. Ziele sind die Stärkung der Infrastruktur der Historischen Altstadt, die Förderung des Tourismus, die Verbesserung des Erscheinungsbilds und die geschichtliche Aufarbeitung der Altstadt.

Ergänzende Kooperation

„Wir wollen die derzeit spürbare Aufbruchsstimmung nutzen und Kettenreaktionen hervorrufen. Wenn wir etwas bewegen, werden hoffentlich auch andere in unsere Altstadt investieren“, sagt Kleis. Der neue Verein Historische Altstadt werde selbstverständlich nicht gegen Verwaltung, Politik, bereits bestehende Vereinigungen und Institutionen arbeiten, sondern strebe eine Kooperation an und wolle ergänzend tätig sein. „Die Politik muss mit ins Boot genommen werden, darf aber nicht federführend sein. Der Verein, der mit Begeisterung etwas vorantreibt, nimmt die Politik in die Verpflichtung.“

Vier Arbeitskreise besetzt

Kleis regte an, sechs Arbeitskreise (AK) zu bilden, deren Leiter ebenfalls Beisitzer des Vorstands werden. Vier der angestrebten Arbeitskreise konnten bei der Gründungsversammlung personell besetzt werden. Der AK „Bau und Instandsetzung“ befasst sich mit dringend notwendigen Reparaturen und Sanierung, der AK „Erscheinungsbild“ unter anderem um Ordnung und Sauberkeit, der Optik der Ladenlokale und der Häuser.

Der Arbeitskreis „Historie und Tourismus“ soll etwa das Image der Altstadt fördern, für Hinweistafeln vor jedem historischen Gebäude sorgen, Vorschläge für Rundwege und Altstadtpläne entwickeln und das geschichtliche Wissen um das Areal aufarbeiten. Die Arbeit der AK „Leerstandmanagement“ sei besonders wichtig, denn laut Kleis werde diese „in der ersten Zeit 80 Prozent der Tätigkeit unseres Vereins darstellen“.

Eine Anwohnerdatei soll erstellt werden und auch Einzelgespräche bezüglich Vermietbarkeiten geführt werden. „Wir wollen eine Wohlfühl-Zone schaffen“, beschrieb Kleis. Dabei sei nicht nur die Altstadt sondern auch der obere und der mittlerer Steinweg mit einzubeziehen. „Jeder einzelne Fall verspricht Spannung, und es muss unser Ansinnen sein, Bleibendes zu schaffen.“

Dass der Verein sich mit dem Leerstandmanagement am Steinweg ein sehr hohes Ziel gesetzt hat, wurde schon bei der Gründungsversammlung deutlich: Lediglich eine am Steinweg ansässige Geschäftsfrau war im Rittersaal anwesend - Hauseigentümer waren gar nicht vertreten. Auch die nicht unwichtigen Arbeitskreise „Finanzierung“ und „Marketing“ konnten bei der Gründungsveranstaltung noch nicht mit Aktiven besetzt werden.

„Trotzdem gibt es mir Mut, dass sich heute so viele Menschen für die Mitarbeit in dem neuen Verein interessiert haben, und vier Arbeitskreise bereits gut aufgestellt sind, um die Entwicklung der Altstadt positiv voranzutreiben“, meinte der Vorsitzende, der sich aufgrund vieler Vorgespräche mit Interessierten zuversichtlich zeigte, dass eine Mitgliederzahl jenseits der 50 schnell erreicht werde.

Bestandsmängelliste erstellen

Die Arbeit aufnehmen wolle der neue Verein nun zuerst mit einer Bestandsmängelliste nach Prioritäten und unter Berücksichtigung realistischer Umsetzbarkeit. Dazu werden die Mitglieder am Samstag, 21. März, ab 10 Uhr eine Begehung der Altstadt vornehmen, zu der auch alle an der Mitarbeit in dem Verein interessierten Menschen herzlich eingeladen seien. Wenn möglich strebt der Verein des Weiteren eine „Frühjahrsauffrischung“ der Altstadt an, und grundsätzlich könnten bereits bestehende Dekorationen von Geschäften und Handwerksläden verbessert werden.

Eingangs der Gründungsveranstaltung betonte Hartmut Kleis noch einmal deutlich, dass der Verein Historische Altstadt Stolberg nicht mit dem Projekt „Altstadttore“ in Verbindung stehe. „Die Errichtung von Altstadttoren geschieht in reiner Privatinitiative, wenngleich es mich freut, dass für drei Tore bereits Sponsoren gefunden sind. Aber diese Initiative hat überhaupt nichts mit dem neuen Verein Historische Altstadt Stolberg zu tun.“

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