Neuer Steinbruch am Dörenberg?

Von: -jül-
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Stolberg/Simmerath. Es soll kein Zusammenhang bestehen mit dem Steinbruch Franhsen unterhalb des Dörenbergs, der derzeit von dem Stolberger Unternehmen BSR rekultiviert wird: Aber dennoch soll direkt von seiner Grenze aus in Richtung Norden auf Mausbach zu ein weiterer Steinbruch erschlossen werden.

Dies ist zumindest Inhalt einer Bauvoranfrage, die der Recyclingunternehmer Stephan Braun aus Simmerath bei der Städteregion gestellt hat.

Die ist nach den Bestimmungen des Abgrabungsgesetzes zuständig, weil auf den Einsatz von Sprengstoffen verzichtet werden soll und die projektierte Fläche von neun Hektar knapp unter der Grenze von zehn Hektar liegt, laut der das Vorhaben nach den Bestimmungen des Bundesimmissionsschutzgesetzes von der Bezirksregierung zu bewerten gewesen wäre.

„Es ist ein langfristiges Projekt“, bestätigte Braun auf Anfrage unserer Zeitung lediglich den Antrag. Mit der Bauvoranfrage wolle er Details eines möglichen späteren formalen Genehmigungsverfahrens ausloten.

Einwände meldet die Verwaltung in ihrer planungsrechtlichen Stellungnahme an, die der Ausschuss für Stadtentwicklung auf seiner Sitzung am 12. Dezember behandelt. So sei das Areal laut Flächennutzungsplan als Fläche für Landwirtschaft und Wald sowie als Wasserschutzgebiet ausgewiesen und tangiere die Auflagen des Landschaftsplans, nach denen dort Abgrabungen verboten seien.

Außerdem sei sie im Regionalplan als Freiraum und Agrarbereich und eben nicht als Abbaufläche gekennzeichnet. Etwaige Ausnahmeregelungen könne jedoch die Städteregion als zuständige Behörde verfügen. Völlig ungeklärt sei derzeit noch das Immissionsverhalten des Projektes.

Innerhalb der angestrebten Abgrabungsfläche liegt zudem ein landwirtschaftliches Anwesen, für das jüngst eine Erweiterung genehmigt worden sei. Allerdings würden in einem Verfahren nach Abgrabungsgesetz Rechte privater Dritter im Rahmen einer Voranfrage nicht bewertet.

Die eingereichten Unterlagen seien nicht so aussagefähig, dass eine abschließende Prüfung durchgeführt werden könne, dennoch stünden dem Projekt derzeit keine grundsätzlichen planungsrechtlichen Bedenken entgegen. Alle öffentlichen Belange seien in einem späteren Genehmigungsverfahren aber zu beantworten.

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