Neuer KME-Werksleiter sieht „gute Chancen fürs Metallwerk“

Von: -jül-
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Aus Osnabrück an die Vicht: Birger Rotert ist neuer Werksleiter des Stolberger Metallwerks der KME Foto: J. Lange

Stolberg. Etwas mehr als die berühmten 100 Tage hat sich Birger Rotert an seiner neuen Wirkungsstätte an der Kupfermeisterstraße einarbeiten können. Und schon stehen Veränderungen für den Werksleiter des Stolberger Metallwerkes der KME Germany ins Haus.

Vor einer Woche kündigte die Unternehmensleitung in Osnabrück an, den Stolberger Standort zum 1. Oktober aus dem Werksverbund ausgliedern und als eigenständige Gesellschaft führen zu wollen, an der sich ein chinesisches Unternehmen beteiligen möchte. Ob der neue Werksleiter dann auch Geschäftsführer wird? „Ich weiß es wirklich nicht“, sagt Birger Rotert.

Bislang gebe es nur Vorverträge zum Joint-Venture. Die Entscheidungen fallen in der italienischen Zentrale. Aus Osnabrück stammt Birger Rotert auch. Nach Abitur und Wehrdienst absolvierte der heute 49-Jährige eine Ausbildung als Verfahrensmechaniker bei KME; und nach seinem Studium der Werkstofftechnik trat der verheiratete Familienvater mit zwei Kindern wieder in das Unternehmen ein. Zwei Jahre lang engagierte er sich in der Entwicklung und Forschung bevor verschiedene Führungsaufgaben im Osnabrücker Rohrwerk, das er bis zu einer Berufung als Werksleiter an der Kupfermeisterstraße leitet.

1993 hatte er es bereits für einige Wochen kurz kennengelernt. Aber damals agierte der Stolberger Betrieb noch an zwei Standorten in der Stadt und war anders strukturiert als heute. Für die Zukunft sieht auch Birger Rotert „gute Chancen durch die Neuausrichtung des Stolberger Metallwerkes“. Nähe zum Kunden, kurze Transportwege und schnelle Reaktionszeiten werden immer wichtigere Faktoren für die Rekrutierung von Aufträgen – insbesondere im Sektor der Automobilindustrie mit eher kurzfristigen Lieferzeiten.

Steckverbindungen statt Rohre

Dies ist auch für Birger Rotert ein neues Aufgabenfeld, nachdem er sich in Osnabrück vorwiegend der Herstellung von Hausinstallationsrohren gewidmet hat. Jetzt geht es um Hochleistungslegierungen, Stanzteile und Steckverbindungen. „In Stolberg sind es für mich neue Produkte und Verfahren“, sagt der 49-Jährige. Neben der technischen Leitung des Werkes gehören Vertriebskontakte, Personal- und Budgetverantwortung ebenso zu seinen Aufgabenfeldern wie die Arbeitssicherheit – „ein sehr wichtiges Thema“, betont Rotert. Seitdem er im April nach Stolberg gekommen ist, hat er sich intensiv in das neue Geschäftsfeld eingearbeitet. Zeit für das Hobby Fußball bleibt nicht. „Natürlich drückt man als Osnabrücker dem VfL die Daumen, aber eigentlich bin ich Werder-Fan“, gesteht Rotert über eine Liebe, die in der Bundeswehrzeit geboren wurde: „Meinen Fahrlehrer zog es immer zum Stadion“.

Noch lebt er hier im Hotel und pendelt an den Wochenenden heim zur Familie. Aber mittlerweile zieht es Birger Rotert auch privat in die Kupferstadt. Zunächst steht eine eigene Wohnung auf der Wunschliste.

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