Neuer Fachwart: „Die Stadtmeisterschaft muss attraktiver werden”

Von: Kolja Linden
Letzte Aktualisierung:
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Da geht´s lang: Arthur Knappe will Vereinen beratend zur Seite stehen.

Stolberg. Noch ist die Resonanz eher bescheiden, aber Arthur Knappe lässt sich nicht beirren. Der neue Fachwart Fußball des Stadtsportverbands hatte sich per E-Mail an die 14 Fußballvereine im Stadtgebiet gewandt - zum einen, um sich vorzustellen, zum anderen, um auf einige Ideen hinzuweisen. Geantwortet haben ihm bislang zwei Klubs.

„Da muss man am Anfang wahrscheinlich mit leben”, bleibt er gelassen. Vieles im Stolberger Fußball sei eben angestaubt, da könne man so schnell auch keine Reaktionen erwarten.

Aufdrängen will sich Knappe, der mit seiner Wahl am 10. November Marc Strauch abgelöst hat, ohnehin nicht. „Wir vom Stadtsportverband sind dazu da, zu beraten und zu helfen, da, wo das von den Vereinen gewünscht ist. Mehr nicht.”

Und doch hat er ein paar Ideen, die er gerne umgesetzt sähe - im Schulterschluss mit den Vereinen. Arthur Knappe ist durchaus weit gereist im Amateurfußball. Zurzeit trainiert er den VfB 08 aus Aachen, vorher war er unter anderem in Eschweiler aktiv, zuletzt beim dortigen FV und beim SV Nothberg.

Und in Eschweiler, so sagt Knappe, habe zum Beispiel die Fußball-Stadtmeisterschaft einen viel höheren Stellenwert als in der Nachbarstadt. „Da ist die Begeisterung viel größer”, findet Knappe, „in Eschweiler ist die Stadtmeisterschaft ein Highlight im Fußballkalender. Hier dagegen sehen die Vereine das nach dem Motto: Naja, es muss halt gespielt werden.”

Das Gleiche für das Pendant im Winter: „Da ist in Eschweiler die Halle voll, das ist richtiger Budenzauber.” Doch nicht nur dort, sondern auch mit Aachen oder Würselen, überall würde dieses Turnier viel ernster genommen und zöge viel mehr Publikum an. Und deshalb stellt sich Knappe die Frage: „Warum hat die Stadtmeisterschaft bei uns nicht diesen Stellenwert?”

Man sollte zum Beispiel überlegen, generell nur noch auf Rasen zu spielen, schlägt Knappe deshalb vor. „Heute spielt doch keiner mehr gern auf Asche.” Die Stadtmeisterschaft könne - dieser Vorschlag ist nicht neu - ins Stadion am Glashütter Weiher verlagert und der ausrichtende Verein bei der Organisation unterstützt werden. Zudem könnte man die Eintrittsgelder unter allen teilnehmenden Klubs aufteilen, dem Ausrichter blieben dann die Einnahmen aus dem Verkauf von Essen und Getränken.

Um das Turnier attraktiver zu gestalten, könnte es zudem zur Eröffnung einen Vergleichskampf zwischen Auswahlteams von Eschweiler und Stolberg geben, an anderen Tagen könnten Jugendmannschaften Einlagespiele bestreiten.

Doch Knappe denkt nicht nur an die Stadtmeisterschaft. Derzeit unterstützt der erfahrene Webmaster seinen Kollegen Stefan Freialdenhoven bei der Erneuerung des Internetauftritt vom Stadtsportverband. „Wir sind dabei, die Homepage neu zu gestalten. Sie soll viel aktueller werden.” Knappe schwebt vor, dass die Homepage zur nützlichen Plattform für alle Vereine wird, auf der man sich informieren und von der man Formulare herunterladen kann.

Helfen und beraten will Knappe auch bei Vereinsfusionen, die der Fußballfachwart weiter für unumgänglich hält. „Wir haben immer noch zu viele Klubs, die so vor sich hin schwimmen”, sagt Knappe. „Viele Vereine kommen auf lange Sicht als Einzelkämpfer nicht mehr weit”, prophezeit der Fachwart und verweist darauf, dass es kaum noch Klubs gebe, die über eine A-Jugend verfügten. „Ich will, wenn ich kann, ein bisschen unterstützen, anschieben, helfen, etwas zu verändern. Aber nur, wenn die Vereine dazu bereit sind.”

Ein gutes Beispiel sei der VfL Vichttal, bei dem die verschmolzenen Klubs aus Zweifall und Vicht „etwas richtig Gutes” aus ihrer Fusion gemacht hätten. „Man muss den Vereinen zeigen, dass vielen von ihnen mit einer Fusion besser gedient ist”, sagt Knappe, aber auch hier gilt: Aufdrängen will er sich nicht. „Die Vereine müssen das selbst entscheiden.” Auf eine Resonanz der Klubs auf seine Ideen wartet Arthur Knappe weiter sehr gespannt.
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