Neuer Coach des BSC Schevenhütte will eine erfolgreiche Hinrunde

Von: Lukas Franzen
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Nach verpassten Meisterschaften oder Relegationen wollen es die Schevenhütter dieses Mal wissen. Der Anfang ist gemacht. Foto: L. Franzen

Stolberg-Schevenhütte. Rückständigkeit – ein willkommenes Argument für so manch einen Trainer, um noch mal ordentlich gegen den alten Verein „nachzutreten“. Dass ein Übungsleiter die Rückständigkeit seines neuen Clubs ausdrücklich lobt und sie als Vorzug gegenüber seinem alten Arbeitgeber darstellt, hat Seltenheitswert.

 Bei Josef Wintgens ist jedoch genau dies der Fall. In der Sommerpause wechselte der 44-Jährige von der SG Stolberg zum Nachbarverein, dem kleinen BSC Schevenhütte. Seine Beweggründe: „Mal wieder ganz unten anfangen“ und bei einem Verein arbeiten, der seiner Meinung nach „noch 20 Jahre zurück ist“.

Natürlich sei es gewöhnungsbedürftig, dass es in seiner neuen Trainerheimat nicht einmal Umkleidekabinen gebe, gesteht der Werther, der in der Vorsaison noch für die Leistungen der 2. Mannschaft der SG Stolberg verantwortlich zeichnete. „Dafür legt hier aber jeder noch selbst Hand an. Auch der Vorstand übernimmt vor den Spielen schon mal das Rasenmähen, und das halbe Dorf steht hinter dem Verein“, schwärmt Wintgens.

Ins Schwärmen dürften auch alle Sympathisanten des BSC beim Blick auf die Tabelle der Kreisligastaffel D5 geraten. Fünf Siege aus fünf Spielen bedeuten nicht nur eine makellose Bilanz, sondern auch Platz 2 – ein perfekter Saisonstart für die Mannschaft, ein perfekter Einstand für den Trainer. „Mit einem so guten Start haben wir nicht gerechnet, zumal wir mit Gegnern wie dem VfB Aachen und Germania Freund ein schweres Auftaktprogramm bestreiten mussten“, so „der Neue“. Teams, die der Coach auch weiterhin zum Favoritenkreis der Kreisliga D zählt.

Und die nächsten „Brocken“ haben die Schwarz-Weißen bereits an den nächsten beiden Spieltagen vor der Brust. Zunächst empfängt der BSC zu Hause im „Waldstadion“, den Tabellenfünften SG Monschau/Imgenbroich II. Danach reist die Wintgens-Elf zum Derby im Sportpark Dörenberg, wo Vichttals „Vierte“ – aktuell punktgleich, aber mit vier Toren mehr auf Platz 1 – wartet.

„Danach werden wir sehen, ob wir immer noch dort oben stehen“, betont der Trainer, dem das Wort Aufstieg noch spürbar schwer über die Lippen geht. Die Saison sei eben noch jung und der Verein schon seit Jahren „oben dran“. Ebenso regelmäßig standen die „Hötter“ am Ende aber auch mit leeren Händen da, weil Meisterschaft oder Relegation knapp verfehlt wurden. „Wenn wir in der Winterpause immer noch einen der ersten drei Plätze belegen, können wir uns neue Ziele setzen. Bis dahin vermeiden wir unnötigen Druck.“

Immerhin kann der Übungsleiter in dieser Saison nicht nur auf einen großen Kader von 19 Spielern – zwei weitere Neuzugänge werden ab Oktober spielberechtigt sein –, sondern dazu auf ein hochmotiviertes Team bauen. „Beim Training ziehen alle super mit. Die Spieler tun wirklich alles für ihr großes Ziel, den Aufstieg in die Kreisliga C“, weiß Wintgens um die Euphorie in seiner Truppe, die sich den Druck von ganz alleine auferlegt hat.

Rückständigkeit? Zumindest in Sachen „Aufstieg“ wirkt der BSC Schevenhütte wie ein ganz normaler Fußballverein.

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