Neuer Anlauf zur Trennung der Netze von Bahn und EVS

Von: -jül-
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Moderner Arbeitsplatz: Bei Kar
Moderner Arbeitsplatz: Bei Karsten Riemann im elektronischen Stellwerk der EVS laufen aber noch nicht alle Fäden zusammen. Foto: J. Lange

Stolberg. Zwei Wochen lang mussten sich die Reisenden der Euregiobahn auf Einschränkungen einstellen, auf Busse ausweichen oder ein lästiges Umsteigen im Stolberger Hauptbahnhof in Kauf nehmen. Das war Ende November vergangenen Jahres, als das elektronische Stellwerk der EVS in Betrieb genommen wurde. Und dies wird im Mai wieder der Fall sein.

Denn die Inbetriebnahme gelang lediglich für die Strecken von Altstadt nach Hauptbahnhof, Langerwehe und Alsdorf. Gescheitert war an besagtem 4. Dezember der Kernpunkt nach aufwendigen Vorbereitungen: Die Trennung des Netzes der Deutschen Bahn AG von dem der EVS im Bereich des Hauptbahnhofes. Sie ist nun für den 17. bis 21. Mai geplant.

„Wir hatten im Rahmen der umfangreichen Genehmigungsprozesse eine einzelne Frist versäumt”, erklärte Vertriebsleiter Heiko Müller des damit beauftragten Vertragspartners Siemens, dass so die Kette der sicherheitstechnischen Überprüfungen jeder einzelnen Maßnahme unterbrochen wurde. Heute zeigt sich Siemens-Regionalleiter Manfred Fugh zuversichtlich, dass die „Umschaltung planmäßig erfolgt”. Die Termine mit der EVS seien vereinbart, die Vorbereitungen liefen reibungslos, die erforderlichen Genehmigungen seien eingeholt, und wenn die anderen Partner ebenso reibungslos vorankämen, würde das Projekt an Siemens nicht scheitern, so Fugh.

Fürpeil bleibt skeptisch

Skeptisch bleibt indes EVS-Geschäftsführer Thomas Fürpeil „angesichts der im letzten Jahr gemachten Erfahrungen”. Die EVS sei jedenfalls vorbereitet. Allerdings bedauert Fürpeil, dass die Kunden der Euregiobahn erneut Einschränkungen im Reiseverkehr hinnehmen müssten. Denn erst wenn alle genehmigten und durchgeführten technischen Umstellung zur Weichen-, Signal- und Sicherheitssteuerung einem Praxistest unterzogen worden sind und einwandfrei funktionieren, darf der Betrieb auf den Strecken unter neuen Vorzeichen laufen.

Während Bahn-Kunden in der täglichen Nutzung die noch nicht erfolgte Trennung der Netze verborgen bleibt, musste allerdings der private Infrastruktur-Betreiber Einschränkungen bislang hinnehmen. Die Inbetriebnahme weiterer Gleise im westlichen Flügel des Stolberger Güterbahnhofes verzögerte sich somit um fast ein halbes Jahr. Außerdem ist die Trennung der Netze von Deutscher Bahn und EVS die Voraussetzung für die Inbetriebnahme des Ringschlusses. Im Dezember soll die restaurierte Strecke von Stolberg nach Alsdorf nach zwei Jahrzehnten Pause wieder in Betrieb gehen.
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