Stolberg - Neue Verkehrsspiegel geben Rätsel auf

Neue Verkehrsspiegel geben Rätsel auf

Von: Ottmar Hansen
Letzte Aktualisierung:
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In der Sebastianusstraße erleichtert ein zumindest optisch „nagelneuer“ Verkehrsspiegel den Autofahrern die Übersicht. Foto: O. Hansen

Stolberg. Kalle Matz gibt nicht auf. Der Hauseigentümer aus der Spinnereistraße fordert weiterhin einen Verkehrsspiegel gegenüber seiner Grundstückausfahrt. Wie berichtet, ist am Ende der Straße durch die Stadt eine Fußgängerbrücke über den Münsterbach errichtet worden.

Nun müssen alle Fußgänger, die zur Brücke wollen, an seinem Grundstück vorbei. Verlässt Matz mit seinem Auto das Areal, so hat er stets Angst, einen der Fußgänger anzufahren, da die Ecke von seinem Haus aus nicht gut einsehbar sei.

Sein Antrag bei der Stadt, an besagter Stelle einen Verkehrsspiegel aufzuhängen, wurde abschlägig beschieden. Mit dem Hinweis, dass die Stadt grundsätzlich keine neuen Verkehrsspiegel mehr installiere. Die Spiegel seien zu oft beschlagen oder befroren und verstellten sich mit der Zeit, hieß es. Wenn Matz trotzdem unbedingt einen Spiegel haben wolle, müsse er den eben selbst anschaffen. Und anschließend mit der Stadt einen kostenlosen Nutzungsvertrag für das Hilfsmittel abschließen.

Doch Matz ließ diese Auskunft nicht ruhen. Bei der Rundfahrt durch die Stadt achtete er nun einmal genau auf die bereits aufgestellten Verkehrsspiegel. Und der eine oder andere Spiegel schien ihm dann doch so neu, als wäre er gerade erst aufgehängt worden.

Auf Anfrage der Redaktion bestätigte die Stadtverwaltung denn auch die Anschaffung von vier neuen Spiegeln vor wenigen Tagen. „Zwei kleinere Spiegel und zwei größere“, hieß es. „Die wurden allerdings nur zum Austausch vor längerer Zeit installierter und inzwischen verwitterter Spiegel gekauft.“ So sei ein Spiegel an der Feuerwache ausgetauscht worden, ein weiterer in der Münsterbachstraße. „Zwei haben wir noch auf Lager.“

Nagelneuer Spiegel?

Ein Rätsel gibt in diesem Zusammenhang immer noch der Verkehrsspiegel an der Sebastianus-straße auf. Pfahl und Verkehrsschild unter dem Spiegel machen schon einen betagten Eindruck, der Spiegel selbst sieht jedoch nagelneu aus. Aber niemand will ihn an der Ecke vor der Fahrschule installiert haben. Die Stadt sei es nicht gewesen, versicherte Sprecherin Petra Jansen auf Anfrage.

Die Anwohner selbst waren es auch nicht, das habe man extra erfragt. Bliebe noch der Landesbetrieb Straßenbau, da es sich bei der Straße (L 236) um eine Landesstraße handelt. Doch auch der Landesbetrieb hat auf Anfrage der Redaktion abgewunken. Man habe dort keinen Spiegel installiert. Und schon gar nicht auf dem Bürgersteig: Für den sei die Stadt zuständig.

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