Neue Supermärkte werden direkt an die Eschweilerstraße angebunden

Von: -jül-
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Stolberg. Ihre kritische Haltung nutzt der Stadt Stolberg nichts. Zwei weitere Supermärkte direkt an der Stadtgrenze kann sie nicht verhindern.

„Aufgrund des alten bestehenden Baurechts ist das Vorhaben zulässig”, berichtete Andreas Pickhardt dem Stadtrat. Auf dem Gelände des ehemaligen Extra-Marktes an der Stolberger Straße (L 238) in Eschweiler sollen in Kürze ein Rewe- und ein Norma-Markt entstehen.

„Da aufgrund der planungsrechtlichen Situation das Projekt grundsätzlich nicht zu verhindern ist”, empfahl der Fachbereichsleiter „konstruktiv die Vorhaben zur Verkehrsanbindung” des Einkaufszentrums zu begleiten. Das soll anders als in der Vergangenheit nicht mehr umständlich über die „Alte Rodung” hinter dem Ortseingang der Indestadt angefahren werden, sondern direkt von der Esch­weilerstraße Stadtgebiet.

Dafür haben die Eschweiler Planungsexperten einem Kreisverkehr den Vorrang vor einer Ampelanlage gegeben und die Zustimmung des Landesbetriebes eingeholt, und der Projektentwickler hat den erforderlichen Grunderwerb getätigt.

Weil der Kreisverkehr für die Anbindung der Eschweiler Supermärkte auf Stolberger Stadtgebiet liegt, wurde der Abschluss einer Vereinbarung mit Eschweiler und dem Landesbetrieb erforderlich, die der Stadtrat einstimmig billigte. Sie sieht vor, dass Planung und Bau der Investor bezahlt und der Landesbetrieb die Verkehrsflächen unterhält, während Eschweiler sich mit Stolberg über die Pflege der Anlage und ihrer Grünanlagen abstimmen müssen. Der Baubeginn für den Kreisverkehr gegenüber der Kläranlage Steinfurt soll noch in diesem Jahr sein.

An den Kosten - auch für einen erforderlichen Grunderwerb - und am Widerstand des Landesbetriebs Straßenbau waren vor Jahren bereits die Bemühungen der Stadt Stolberg gescheitert, die Kreuzung der Steinfurt mit der Eschweilerstraße in einen Kreisverkehr umzugestalten. Die dortige Ampelanlage ist den Stolbergern schon seit langem ein Dorn im Auge. Auch an der Einmündung der Münsterbach- in die Eschweilerstraße wollte der Landesbetrieb zuerst eine Ampel aufstellen. Erst massiver Widerstand aus dem Stadtrat und der glückliche Umstand, dass das Eckhaus zur Zwangsversteigerung anstand, machten den Bau des Kreisverkehrs möglich.

Die bisherigen Planungen des dritten Bauabschnitts der L 238 n sahen darüber hinaus einen weiteren Kreisverkehr vor, der zwischen der Münsterbachstraße und der Steinfurt auf der Eschweilerstraße entstehen sollte. Den weiteren Bau der Entlastungsstraße hat die rotgrüne Landesregierung allerdings begraben.
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