Neue Sportanlagen: Zuschüsse für Vichttal und Adler Büsbach

Von: -jül-
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Stolberg. Es war eine tolle Kulisse im Stadtrat. Wenn beide Zuschauertribünen immer so voll besetzt wären, wäre es vermutlich um das kommunalpolitische Engagement in der Kupferstadt besser bestellt, schmunzelte so manches Ratsmitglied.

 Es war in erster Linie die Jugend des VfL Vichttals nebst ihren Betreuern, die sich an der Quelle informieren wollten, wie es um Zuschüsse für den Bau einer Mehrzweck-Sporthalle auf der Anlage Dörenberg bestellt ist.

Letztlich brachen die Kinder in Jubel und Applaus aus, denn mit breiter Mehrheit brachte der Rat das Sportförderpaket auf den Weg. VfL-Vorsitzender Michael Frey nutzte die Gelegenheit zu einem Dank für den Zuschuss über 175.000 Euro, der den Vichttalern Planungssicherheit verschaffe. „So schnell wie möglich“, so Frey, solle mit dem Bau der mit 400.000 Euro kalkulierten Halle begonnen werden, der zudem mit Sponsoring, Eigenleistung und Krediten realisiert werde. Bereits im Alter von drei Jahren kann man auf dem Dörenberg den Umgang mit dem Fußball erlernen. Dazu seien ganzjährig Hallenzeiten erforderlich. Zudem möchte Vichttal weitere 250.000 Euro in ein Kunstrasen-Kleinspielfeld investieren.

Neben dem VfL Vichttal bedachte die Ratsmehrheit den FC Adler Büsbach mit einem Zuschuss von 200.000 Euro plus 30.000 Euro zur Umwandlung des Aschen- in einen Kunstrasenplatz sowie zur Sanierung des Vereinsheims.

Den Sprechern der Mehrheitsfraktionen fiel es leicht ihre positive Entscheidung zu begründen, die Jugendarbeit zu loben und auf den „Bau von fünf Kunstrasenplätzen“, so Jochen Emonds (CDU), sowie „eine Stärkung der neuen Gesamtschule durch die Sporthalle“, so Arndt Kohn (SPD), hinzuweisen. Schwieriger hatten es angesichts der Kulisse FDP und Grüne ihre Positionen zu vermitteln. „Bitte hasst uns nicht“, sagte Dina Graetz in Richtung Kranen­sterz. Die Grünen halten Kunstrasen angesichts überschaubarer Lebensdauer für unwirtschaftlich und sehen Entsorgungsprobleme. Die neue Sporthalle unterstützten die Grünen allerdings.

Beide Projekte fanden nicht die Zustimmung der Liberalen, weil die Stadt beiden Vereinen bereits kräftig unter die Arme gegriffen habe, so Bernd Engelhardt: Büsbach durch die Übernahme des Vereinsheims und Vichttal durch die Förderung des ersten Kunstrasenplatzes.

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