Neue Solardisplays: Digitale Werbung für Emissionsfreiheit

Von: Dirk Müller
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Fünf neue Solardisplays informieren über den umweltfreundlichen Gewinn von Solarenergie auf städtischen Dächern. Foto: D. Müller

Stolberg. Fünf neue Solardisplays weisen jetzt in der Kupferstadt auf die aus Sonnenlicht gewonnene Energie hin. Finanziert wurden die Displays aus Bundesmitteln, für deren Bereitstellung sich der Arbeitskreis kommunaler Klimaschutz in der Städteregion verantwortlich zeichnet – den Eigenanteil übernahm die Städteregion selbst, so dass die digitalen Infotafeln für die Stadt Stolberg kostenlos sind.

„Derzeit sind zehn städtische Dächer mit Photovoltaikanlagen, also Solarzellen versehen“, erklärt John-Georg Ehring, Leiter des Liegenschaftsamt. Das Hochbauamt habe sämtliche Dächer öffentlicher Gebäude überprüft, und derzeit seien die Dachflächen, die sich für Solaranlagen eignen ausgeschöpft.

„Für das zusätzliche Gewicht der Zellen muss die entsprechende Tragkraft gegeben sein, auch in harten Wintern mit dicker Schneedecke auf den Dächern“, erläutert Ehring, dass, wenn Dächer erneuert werden müssten, auch neue Flächen für Solarzellen geschaffen würden. Die Realschule I, das Ritzefeld-Gymnasium und die Grundschule in Breinig verfügten bereits zuvor über Solardisplays, am Goethe-Gymnasium sei die Photovoltaikanlage fester Bestandteil des Physikunterrichts, und dank der fünf neuen digitalen Infotafeln gebe es nun weitere Multiplikatoren, die für „saubere“ emissionsfreie Energie werben, beschreibt Bürgermeister Ferdi Gatzweiler anhand des Beispiels der Kindertagesstätte an der Saarstraße.

„Hier wachsen die Kinder damit auf, dass man Energie gewinnen kann, ohne die Umwelt zu belasten.“ Zudem verstärke sich bei den Eltern und Großeltern, die ihre Kinder bringen und abholen, das Bewusstsein für die Solarenergie. Sie können auf dem neuen Display etwa ablesen, dass die Anlage auf dem Dach seit ihrer Installation vor rund zwei Jahren schon mehr als 40.000 Kilowattstunden Strom erzeugt hat. „Etwa 50 Prozent des Strombedarfs der Kita werden durch Sonnenenergie gedeckt“, sagt Hubert Willms, Betreiber der Anlage und verweist darauf, dass diese nach erfolgtem Installationsaufwand relativ wartungsfrei sei.

Das Solardisplay zeigt im Eingangsbereich der Kita nicht nur die momentane Leistung und den Tagesertrag, sondern führt auch auf, was die Solaranlage an konventionellen Brennstoffen eingespart hat: Mehr als 4000 Liter Heizöl oder knapp fünf Tonnen Kohle und sogar gut zehn Tonnen Brennholz wären nötig gewesen, um die gewonnene Sonnenenergie zu ersetzen. So wurde die Umwelt in zwei Jahren mit gut 28 Tonnen weniger CO2 belastet. Und das risikolos, denn alternativ hätten rund 25 Kilogramm Brennelemente und mehr als ein Kilogramm Uran zum Einsatz kommen müssen, um die Energiemenge zu gewinnen.

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