Neue Lage für die Sozialarbeit an den Schulen

Von: -jül-
Letzte Aktualisierung:

Stolberg. Die Schulsozialarbeit in Nordrhein-Westfalen wird weitergehen. Darauf hat sich die rot-grüne Landesregierung nach Angaben von Stefan Kämmerling verständigt. Ministerpräsidentin Hannelore Kraft habe erklärt, dass das Land für die kommenden Jahre dafür jeweils rund 48 Millionen Euro zur Verfügung stellt.

„Das ist ein guter Tag für Stolberg“, sagt der SPD-Landtagsabgeordnete. Das Land übernehme in der Städteregion ab dem kommenden Jahr einen Anteil von 70 Prozent und stelle damit bis zum Jahr 2017 rund 1,42 Millionen Euro jährlich zur Verfügung. „Die wertvolle Arbeit in den Schulen kann damit weitergehen“, so Kämmerling weiter. Für Stolberg bedeute dies, dass die Kupferstadt circa 70 Prozent des bisherigen Bundeszuschusses in Höhe von rund 300.000 Euro erhalte; also etwa 210.000 Euro.

Damit steht die Kupferstadt wieder vor einer veränderten Situation. Erst in der vergangen Woche hatte sich die große Koalition vor dem Hintergrund der auslaufenden Bundeszuschüsse auf einen Kompromiss geeinigt. Der sieht vor, dass die Stadt zunächst für ein Jahr zweieinhalb Stellen der Schulsozialarbeit weiterführt.

Finanziert werden sollen sie mit den verbliebenen Restmittel aus dem Förderprogramm (rund 106.000 Euro) sowie einem städtischen Anteil in Höhe von 60.000 Euro. Damit sollen 2,5 der bis dato 4,54 Stellen erhalten bleiben, die im Rahmen eines Förderprogramms Anfang 2012 von der Stadt eingerichtet und seitdem vom Bund im Rahmen des Bildungs- und Teilhabepaketes bezahlt worden waren. In der praktischen Arbeit in der Kupferstadt sollte es zu einem neuen Zuschnitt der Aufgabenbereiche und Bezirke der verbleibenden Schulsozialarbeiter kommen.

Mit der angekündigten Landesförderung kann sich die im Stärkungspakt befindliche Kommune nun nicht nur aus der klammen Tasche bleiben, sondern könnte die Schulsozialarbeit wieder weiter aufstocken. Darüber wird im gemeinsamen Koalitionsausschuss von CDU und SPD noch zu beraten sein.

„Von dem Programm profitieren vor allem bedürftige Kinder und Jugendliche“, erklärt erst einmal Stefan Kämmerling. Die Schulsozialarbeit solle dazu beitragen, soziale Benachteiligungen auszugleichen und gleiche Chancen auf Bildung und Teilhabe herzustellen. Die Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter werden an Grundschulen, in den ersten Klassen der Haupt- und Förderschulen, beim Übergang in den Beruf, aber auch im Umfeld der Schulen eingesetzt. Das Land springt ein, weil der Bund die zeitlich begrenzte Unterstützung dieser immens wichtigen Arbeit nicht verlängert hat.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert