Stolberg - Neue Heimat für Senioren setzt Standards

Neue Heimat für Senioren setzt Standards

Von: Jürgen Lange
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Informierten gestern im Rathau
Informierten am Mittwoch im Rathaus über das Projekt in Alt Breinig: Astrid Siemens (Tagespflege Visitatis) und Heinrich Sangerhausen (Investor) sowie von der Itertalklinik Seniorenresidenz Zeljko Turkalj (Leiter Pflegedienst), Dr. Christoph Kösters (Geschäftsführer) und Eva Kaiser (Leitung Sozialer Foto: J. Lange

Stolberg. Das Lob hört man im Rathaus gerne: „Die Unterstützung der Verwaltung kann man kaum toppen”, würdigt Investor Heinrich Sangerhausen die konstruktiven Fortschritte zur Realisierung einer Seniorenresidenz in Alt Breinig.

Erst im Sommer vergangenen Jahres wurde die Idee geboren. Am Donnerstag wird der Ausschuss für Stadtentwicklung die frühzeitige Bürgerbeteiligung am geänderten Bebauungsplan beschließen. Für den Herbst wird Baurecht auf der Fläche neben dem Friedhof erwartet; spätestens Anfang 2014 soll das Objekt bezogen werden können.

Am Mittwoch präsentierten der Investor aus Bad Driburg und der zukünftige Betreiber das Projekt mit einem Investitionsvolumen von rund zehn Millionen Euro: Die Itertalklinik Seniorenresidenz GmbH aus Aachen wird das Objekt mit Pflegeheim und betreuten Wohnungen, die Aachener Visitatis GmbH die Tagesklinik betreiben. „Der Bedarf an Wohnraum im Alter ist groß”, freute sich Bürgermeister Ferdi Gatzweiler im Kreise der Fraktionsführungen von SPD und CDU sowie deren Breiniger Vertretern vor dem Hintergrund des demografischen Wandels ein Angebot realisieren zu können, das in erster Linie den Bedarf in dem Stadtteil decken soll.

Solaranlage und Blockkraftwerk

Für diesen Bedarf sensibilisiert hatte Willi Classen, wie Dr. Christoph Kösters die Entscheidung zum Standort erläuterte. Als regional agierender Betreiber von vier Einrichtungen in Roetgen, Walheim und Kornelimünster werden rund 400 Senioren - davon 287 im Pflegebereich - umsorgt. „Die Seniorenresidenz in Breinig ergänzt unser Angebot wunderbar”, verweis Dr. Kösters auch auf eine Optimierung der personellen Ressourcen.

Seit 15 Jahren präge die Itertalklinik Seniorenresidenz den regionalen Markt auch durch ihre Grundsätze und Qualitätsansprüche, die durchweg mit sehr gut bewertet worden seien. „Die Bedürfnisse und Gewohnheiten der Bewohner werden in den Vordergrund gestellt”, so Pflegedienstleiter Zeliko Turkalj, wobei sich die Einrichtung durchaus als Veranstaltungs- und Begegnungsstätte verstehe. „Wir kooperieren mit Jugendeinrichtungen, Vereinen und Pfarren”, verwies Eva Kaiser, die Leiterin der Sozialen Dienste, auf ein vielfältiges Programm bis hin zu Ausflügen, medizinischen und altersgerechten Fitness-Angeboten.

Von gemeinsamen Aktivitäten, Ausflüge und Mittagessen bis zu Angeboten zur Rückführung ins Gedächtnis reicht auch das Angebot der Tagespflege, die in Breinig der ambulante Pflegedienst Visitatis, mit rund 200 Kunden und seit 1996 am Markt, übernimmt. Geschäftsführerin Astrid Siemens führt bereits eine Tagespflegeeinrichtung in Laurensberg, und übernimmt die zusätzlich in Breinig entstehenden zwölf Tagespflegeplätze. Sie gelten als ideale Ergänzung zu den entstehenden 78 Pflegeplätzen und den 30 betreuten Wohneinheiten, die als Einzelzimmer bereits auf zukünftige Standards ausgelegt und behindertengerecht ausgestaltet werden. Die Wohnungen sollen gemietet oder auch gekauft werden können.

Auch beim Bau des zweiflügeligen Gebäudes, die durch die Gemeinschaftsbereiche in Form eines Mitteltraktes verbunden werden, setzt Heinrich Sangerhausen auf zukunftsträchtige Standards: energieschonende Bauweise, Solaranlage, Pelletheizung und Blockheizkraftwerk machen die Breiniger Seniorenresidenz als „Insel” weitgehend autark, so dass niedrige Energiekosten den Betrieb und damit die Tagessätze positiv beeinflussen.

Durch leicht versetzte Baukörper und das Staffelgeschoss nimmt die Seniorenresidenz Rücksicht auf das benachbarte und denkmalgeschützte Gut Stockem. Der Großteil der Parkplätze ist hinter dem Objekt angeordnet, die Zufahrt erfolgt von der Friedhofsseite. Sie ist mit Blick auf den Brandschutz als Umfahrt für die Feuerwehr ausgelegt und kann bei Bedarf in Richtung Weißdornweg verlängert werden. Mit seiner funktionalen und komprimierten Bauweise lässt das 5200 Quadratmeter große Gelände ausreichend Freiraum für eine Grüngestaltung und Erholungsflächen. Nicht zuletzt werden durch die Seniorenresidenz 80 neue Arbeitsplätze in Breinig entstehen.
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