Neue Gesamtschule in Stolberg: Optimistischer Blick in die Zukunft

Von: Sonja Essers
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Sprechen von einem guten Start in das neue Schuljahr: der Leiter der Neuen Gesamtschule Stolberg, Jörg Klein, und seine Stellvertreterin Petra Mersmann. Foto: Sonja Essers

Stolberg. Vor rund zweieinhalb Monaten startete das neue Schuljahr. Nicht nur für zahlreiche Schüler startete damit ein neuer Lebensabschnitt. In Stolberg feierte auch eine neue Schule ihre Premiere: die Neue Gesamtschule Stolberg.

Wie der Start der ehemaligen Sekundarschule funktionierte und welche Probleme noch gelöst werden müssen? Schulleiter Jörg Klein und seine Stellvertreterin Petra Mersmann sind sich sicher: „Wir hatten einen sehr ermutigenden Start. Wir wollen auch weiterhin dem Anspruch gerecht werden, dass wir eine Schule für alle Schüler sind. Hier steckt ganz viel Herzblut drin.“

Dass dieses Konzept auch bei Schülern und Eltern gut ankommt, zeigt ein Blick auf die Anmeldezahlen. 135 Fünftklässler wurden für das Schuljahr 2017/2018 aufgenommen. Die Anmeldefrist im Februar dieses Jahres wurde sogar noch verlängert. Für Klein, Mersmann und ihre Kollegen sei die höhere Anzahl an Schülern – bisher bestand die fünfte Jahrgangsstufe aus rund 80 Schülern – schon eine Umstellung gewesen. „Wir waren immer eine Atmosphäre der Nähe gewohnt.

Das bedeutet eine Mischung aus Wertschätzung und auch klaren Regeln. Das wollten wir auch in ein größeres System transportieren“, sagt Klein. Und das gelinge ganz gut. „Mittlerweile kennt man die 135 neuen Fünftklässler alle, auch, wenn man nicht mit ihnen Unterricht hat“, sagt Mersmann und lacht.

Nicht nur pädagogisch, sondern auch fachlich sei man auf einem guten Weg. Man wolle die Schüler weiterhin darin unterstützen, ihr eigenes Lerntempo und -niveau herauszufinden.„Unser Ziel ist es, die Schüler fachlich und menschlich weiterzubringen. Wir haben einen Hebel gefunden, diese Struktur auch in der Gesamtschule einfließen zu lassen“, sagt Klein.

An einem Strang ziehen

Besonders froh sind Klein und Mersmann auch darüber, dass ihre Kollegen gemeinsam mit ihnen an einem Strang ziehen. „Als Gesamtschule waren wir personell schlechter aufgestellt als als Sekundarschule“, sagt Klein. Das habe sich mittlerweile allerdings geändert. „Die Stellen, die durch die Bezirksregierung zugesichert wurden, sind auch besetzt. Wir haben keine unbesetzte Stelle mehr. Nur wenn man auch genügend Personal hat, kann man eine angemessene Betreuung und Ausbildung der Schüler sicherstellen“, sagt Klein.

Außerdem habe man geschafft, ein breites Werkstättenangebot – Arbeitsgemeinschaften, in denen sich die Schüler einbringen können – auf die Beine zu stellen. Rund 40 verschiedene Angebote, von Schach über Informatik, Zumba, Gitarren- und Querflötenunterricht bis hin zur Förderung in Deutsch, Mathematik oder Englisch, stehen zur Auswahl. So wolle man vor allem die Stärken der Schüler fördern.

Eine wichtige Rolle spiele auch die Integration der neuen Medien in den Unterricht. Die Schule ist mit WLAN ausgerüstet, zudem werden die vier Tablet-Koffer für Recherchen und Präsentationen oft im Unterricht genutzt. „Man muss nicht den Raum wechseln und kann die Geräte in den Lernprozess integrieren“, sagt Mersmann. Auch bei den – meist jungen – Kollegen gebe es keine Berührungsängste mit der neuen Technik.

Die neue Situation bringe jedoch nicht nur positive Aspekte mit sich. Fehlende Busverbindungen und zu wenig Parkplätze sind Probleme, die auch schon von der Stolberger Politik erkannt wurden. „Auf Dauer gibt es da schon Handlungsbedarf. Aber ich bin mir sicher, dass wir auch diesbezüglich eine Lösung finden werden“, sagt Jörg Klein.

Er und Petra Mersmann schauen optimistisch in die Zukunft. Schließlich steht mit dem Neubau im kommenden Jahr und dem Erstbezug des zweiten Schulstandortes in Mausbach im Jahr 2019 durschaus noch ein straffes Programm an.

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