Stolberg - Neue Bücher und DVDs: Haushalt der Stadtbücherei wird aufgestockt

Neue Bücher und DVDs: Haushalt der Stadtbücherei wird aufgestockt

Von: Ottmar Hansen
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Die Stolberger Stadtbücherei wird ihren Nutzern bald wieder mehr Bücher und andere Medien von der Bestsellerliste anbieten können. Der Rat stellt das Geld für Anschaffungen bereit. Foto: O. Hansen
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Beate Klaas, Leiterin der Stolberger Stadtbücherei. Foto: O. Hansen

Stolberg. Die Stadtbücherei lockt immer mehr Nutzer in die Räume an der Frankentalstraße. Damit die Leseratten einen möglichst aktuellen Bestand an Büchern und anderen Medien vorfinden, soll der Etat für die Bibliothek vom Stadtrat dieses Jahr auf 48.620 Euro erhöht werden.

In Zeiten, als Stolberg quasi pleite war, konnte kaum in die Bibliothek investiert werden. Jetzt verfügt die Stadt wieder über einen genehmigungsfähigen Haushalt. Und damit bietet sich die Chance, auch in der Stadtbücherei wieder Akzente zu setzen. Zwar erreicht der Medienetat noch nicht die eigentlich empfohlene Summe von einem Euro je Einwohner – aber immerhin. Es ist wieder Geld vorhanden, zeitgemäße Angebote zu machen.

Der Stadtrat hatte für die Bücherei zunächst nur 25.120 Euro zur Verfügung gestellt. Die restlichen 23.500 Euro sollen jetzt bei der Ratssitzung am 8. April frei gegeben werden.

Bücherei-Leiterin Beate Klaas hat dem Rat für seine Sitzung ein neues Konzept vorgelegt. Daraus wird mehr als deutlich: Nur wenn die Bücherei in aktuelle Medien investiert, steigen die Ausleihzahlen. In Zeiten, als es der Stadt finanziell schlecht ging und kaum neue Bücher angeschafft werden konnten, sank automatisch die Zahl der Büchereinutzer. Attraktiv wird die Bibliothek auch nur, wenn dort regelmäßig Veranstaltungen wie Lesungen stattfinden.

In Zukunft werde die Stadtbücherei einen Schwerpunkt in der frühkindlichen Leseförderung und der Kooperation zwischen Bücherei und Schulen legen, ist aus dem Konzept ersichtlich. Die Bibliothek will sich als Lernort für lebenslanges kreatives und innovatives Lernen etablieren. Hier sollen Kinder und Jugendliche nicht nur spannende Freizeitliteratur finden, sondern auch Informationen für Schule und Ausbildung.

Aber auch Senioren sollen in der Bücherei auf die gewünschte Literatur zugreifen können. Ganz gleich, ob in gewohnter Buchform aus Papier oder als E-Book, Hörbuch oder DVD. So wird es auch einen mobilen Bücherdienst für Leser geben, die nicht mehr gut zu Fuß sind.

Immerhin: Die Stolberger Bibliothek bietet auf 1086 Quadratmetern Publikumsfläche aktuell insgesamt 56.383 Medien an und ist damit nach der Stadtbibliothek Aachen die größte Bücherei in der Städteregion. Im vergangenen Jahr gab es 63.840 Entleihungen.

Im Vergleich zu anderen Büchereien müssten es eigentlich doppelt so viele sein. Der Grund ist klar: Der Bestand an Medien ist stark veraltet und konnte wegen der Haushaltssperre nur dank einiger Spenden minimal aktualisiert werden. Doch ohne neue Medien von der Bestsellerliste läuft es nicht. Der Bericht für den Rat listet auf: Nur gut ein Viertel der Medien sind jünger als zehn Jahre, doch genau diese Medien erzielen fast Dreiviertel der Ausleihen.

Mit Beginn des Jahres 2014 wurde mit einer Überarbeitung des Sachbuchbestandes begonnen. Vor allem im Bereich der frühkindlichen Literatur fehlt es an Neuerwerbungen. Aber auch Bestseller aus der Belletristik sollen angeschafft werden. Die Ausleihe per Onleihe über das neue Internetangebot der Stadtbücherei werde bereits bestens genutzt, so Beate Klaas.

Die Räume der Stadtbücherei sollten einmal renoviert werden, ist eine Forderung innerhalb des neuen Konzepts. Attraktive Leseecken müssten geschaffen werden, in denen man unter Umständen auch einmal eine Tasse Kaffee trinken kann. Das Schülercenter verfügt derzeit nur über einen PC ohne Internetanbindung. Das reicht heutzutage längst nicht mehr aus, da die Schülerinnen und Schüler für ihre Hausaufgaben im Netz recherchieren müssen.

Auch in Zukunft will die Stadtbücherei Autorenlesungen, Vorlesewettbewerbe oder Ferien-Workshops für Kinder anbieten. Im Jahr 2013 waren es 94 Veranstaltungen mit 2995 Besuchern. An der Leseförderreihe „Oskar Leseclown“ nahmen sieben Schulen mit 1150 Briefen teil. Der Personalstamm der Bibliothek soll ab September 4,38 Stellen betragen. Gerade genug, um die bisherigen Öffnungszeiten aufrecht zu erhalten.

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