Neue Antifa-Gruppe: Bis an die Grenzen des legal Machbaren

Von: dim
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Christian Wagemann (links) und
Christian Wagemann (links) und Rüdiger Burmeister von der neugegründeten Antifa. Foto: D. Müller

Stolberg. Ihr Ziel ist klar: „Es soll irgendwann Schluss sein mit dem braunen Spuk in Stolberg”, sagt Christian Wagemann, eines der Gründungsmitglieder der Stolberger „Antifa” (Antifaschismus). Um dem Treiben Rechtsradikaler in der Kupferstadt entgegenzuwirken, hat die Gruppe sich am 1. März gegründet und besteht derzeit aus zwölf Mitgliedern.

Den Unterschied zu anderen Initiativen erläutert Rüdiger Burmeister: „Wir wollen nicht nur bei den so genannten Kundgebungen und Aufmärschen der Neonazis von Kaiserplatz bis Mühle präsent sein, sondern ganzjährlich und im gesamten Stadtgebiet aktiv sein.”

Das Wirken der örtlichen Antifa konzentriere sich auf alle Teile der Kupferstadt, begreife Stolberg aber auch als Teil der Region, so dass die Gruppe zum Beispiel auch in Eschweiler und Aachen Aktionen gegen Rechts unterstützen werde.

„Im Vergleich zum Stolberger Bündnis gegen Radikalismus gehen wir bis an die Grenzen des legal Möglichen, unterstützen daher auch den zivilen Ungehorsam des Blockadebündnisses”, ergänzt Wagemann. Der 52-Jährige ist durch seine „Aktionskunst gegen Rechts” bereits bekannt, vor einem NPD-Infostand in Mausbach beispielsweise entleerte er einst eine eigens mitgebrachte Schubkarre voller Schafmist.

Burmeister betont, dass die neue Stolberger Antifa stets gewaltfrei vorgehen werde: „Von unserer Seite wird definitiv keinerlei Eskalation ausgehen.” Die Gruppe sehe sich als aktiven Posten gegen Faschismus und Rechtsradikalismus, distanziere sich dabei allerdings vom Spektrum der Autonomen.

„Wir haben eine sehr schöne Stadt, und ich liebe meine Heimat Stolberg, aber ich hasse den braunen Mob. Uns geht es darum, den Menschen die Angst vor den Neonazis zu nehmen”, sagt Wagemann.

So will die Antifa Stolberg sich künftig nicht nur an der Verhinderung rechter Aufmärsche in der Kupferstadt beteiligen, sondern ständig Aufklärung und Prävention betreiben.

„Wir haben bisher schon Mitglieder aus Mausbach, Münsterbusch, Gressenich, Mühle und Schevenhütte und wollen in allen Stadtteilen gegen rechte Umtriebe angehen”, beschreibt Burmeister. Ein Internetauftritt der Gruppe sei in Arbeit und derzeit können Interessierte Kontakt zur Antifa Stolberg per E-Mail herstellen: chekaz@gmx.de.
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