Neubaugebiet an der Frankenstraße geplant

Von: Jürgen Lange
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Zeitgemäßes Wohnen als Ziel: Am Kastanienweg vsoll die Planung aktualisiert werden. Foto: J. Lange

Stolberg-Breinig. Wo heute noch Pferde auf der Weide grasen, sollen bald ein gutes halbes Dutzend Einfamilienhäuser errichtet werden. Im Breiniger Siedlungsbereich schreitet die Schließung von Baulücken voran. Aktuell ist es das Eckgrundstück von Kastanienweg und Frankenstraße, das die Stadtplaner beschäftigt.

Baurecht für das insgesamt rund 5600m2 große Gelände besteht im Grunde bereits aus den 1970er Jahren - auf Basis eines zwar novellierten, aber im Grunde noch aus den Zeiten der Gemeinde Kornelimünster stammenden Bebauungsplans. Doch dessen Festsetzungen entsprechen nicht mehr unbedingt dem heutigen Geschmack, wenn man sich schon den Traum von eigenen Heim verwirklichen möchte.

Der lässt sich innerhalb der alten Bestimmungen nur entlang des Kastanienwegs realisieren, nicht jedoch im hinteren Bereich des Areals. Auf diesen verbleibenden etwa 3800m2 könnten Investoren allenfalls jede Menge Reihenhäuser an nicht befahrbaren Wegen sowie Garagenhöfe errichten. Ein Baustil, der heute weder nachgefragt wird noch in das schmucke Breiniger Umfeld passen würde.

Deshalb soll für die Fläche an der Frankenstraße hinter einer geplanten Randbebauung am Kastanienweg der Bebauungsplan geändert werden, um eine „zu starke bauliche Verdichtung zu verhindern”, so Andreas Pickhardt, und eine zeitgemäße Bebauung zu ermöglichen. Damit wird die „Wohnumfeldqualitität gegenüber der ursprünglichen Planung verbessert und die Auswirkungen auf die Anwohner eher verbessert”, erläutert der Fachbereichsleiter.

Vorgesehen für die Weide an der Frankenstraße ist nun eine befahrbare Stichstraße, an der etwa ein halbes Dutzend Doppelhäuser mit maximal zwei Vollgeschossen sowie mit Garagen errichtet werden. Die Anlage von drei Stellplätzen pro Grundstück - inklusive Garage - sei möglich. Und sicherlich auch zwingend, merkte jüngst der Ausschuss für Stadtentwicklung an, als er erstmals auf die neuen Pläne schaute. Denn angesichts heutige Lebensgewohnheiten komme eine Familie schnell zu drei Fahrzeugen, spätestens wenn die Kinder erwachsen werden. Im weiteren Umfeld des geplanten Neubaugebietes bestehe ohnehin schon Parkdruck.

Die Aussage der Verwaltung, dass die vorhandenen öffentlichen Stellplätze auf der Frankenstraße in Höhe der Weide durch Verlagerung auf die andere Straßenseite vollzählig erhalten werden können, beruhigte den Ausschuss wenig. Er macht sich nun vor seiner nächsten Sitzung am Donnerstag, 10.September, um 15.45 Uhr selbst ein Bild von der Örtlichkeit und hat die Verwaltung aufgefordert zu prüfen, wie spätere Bauherren verpflichtet werden können, tatsächlich drei Stellplätze auf ihrem Grundstück zu realisieren.
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