Neonazi-Aufmarsch 2012 hat ein juristisches Nachspiel

Von: oha
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Klares Zeichen: ein Schild gegen Rassismus in Stolberg. Foto: dpa

Stolberg. Der Neonazi-Aufmarsch in Stolberg liegt schon mehr als ein Jahr zurück, jetzt wurden allerdings zahlreiche Gegendemonstranten eher unsanft an das Ereignis erinnert. Sie erhielten Post von der Aachener Staatsanwaltschaft.

Rund 100 Antifaschisten hatten seinerzeit den Gleisabschnitt zwischen Hauptbahnhof und Haltepunkt Schneidmühle blockiert, um den Mitgliedern der inzwischen verbotenen Kameradschaft Aachener Land die Anreise ins Stolberger Zentrum zu erschweren. Den Gegendemonstranten soll nun, ein Jahr später, der Prozess gemacht werden.

Ihnen wird Nötigung, Widerstand gegen die Staatsgewalt und die Behinderung des besagten Aufmarsches vorgeworfen. „Spätestens heute sollte man wissen, dass die Demonstration durch eine Organisation geplant wurde, die fünf Monate später verboten wurde“, so die Aachener Antifa-Sprecherin Anna Stern. Es sei nun zu befürchten, dass in dieser Sache bis zu 100 Prozesse stattfinden, so Stern.

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