Nächster Stopp Elternhaltestelle: Überblick zum Schulstart

Von: Sonja Essers
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An neun Stolberger Grundschulen gibt es Elternhaltestellen. So auch in Mausbach. Foto: Dirk Müller

Stolberg. Viel Verkehr und meist keine Zeit: Der morgendliche Schulweg kann bei Kindern und Eltern Stress auslösen. Man will den Nachwuchs nur mal eben vor der Schule absetzen, hält also einfach in der zweiten Reihe oder bleibt für einige Minuten im kompletten Halteverbot stehen. Das muss allerdings gar nicht sein.

Schließlich gibt es in Stolberg – zumindest an fast allen Grundschulen – mittlerweile Elternhaltestellen, die den Weg zur Schule stressfrei machen sollen. Sie sollen für mehr Verkehrssicherheit an Grundschulen und im Schulumfeld sorgen. Ein Überblick.

Im Rahmen des Projektes „Verkehrszähmer“, ein Projekt der Grundschulen in Zusammenarbeit mit der Polizei und dem Ordnungsamt, wurden für neun der insgesamt zehn Stolberger Grundschulen Elternhaltestellen eingerichtet (siehe Grafik), teilt Petra Jansen, Leiterin des Amtes für Schule, Kultur, Sport und Tourismus mit. Von diesen Sammelpunkten sollen die Kinder alleine oder in Gruppen den restlichen Schulweg von etwa fünf bis zehn Minuten (je nach Standort der Grundschule) zu Fuß gehen. Dadurch soll der Bereich rund um die Schule sicherer werden und die Verkehrsbelastung durch die vielen Eltern, die ihre Kinder bis vor die Schule fahren, reduziert werden.

Außen vor blieb allerdings die Grundschule Hermannstraße. Dort gibt es keine Elternhaltestelle. Warum? Die Schule liegt in einem verkehrsberuhigten Bereich. Für Fahrzeuge bedeutet das: Die Schrittgeschwindigkeit muss eingehalten werden. Aufgrund dieser Lage sei dort auch in Zukunft keine Elternhaltestelle geplant, teilt Jansen mit.

I-Dötzchen in Nordrhein-Westfalen sollten nach Meinung von Fachleuten zu Fuß ins Schulleben starten. Nur wenn Erstklässler zu Fuß zur Schule gingen, könnten sie wichtige Erfahrungen im Straßenverkehr sammeln, stellten Verkehrsclub Deutschland und Deutsches Kinderhilfswerk fest. Sie appellieren an die Eltern, die Kinder nicht mit dem Auto vors Schultor zu chauffieren. Verkehrssicherheitsberater der Polizei haben landesweit angehenden Erstklässlern schon in den Kitas spielerisch den Straßenverkehr nähergebracht.

Und wie werden die Haltestellen von den Stolbergern wahrgenommen? Die Resonanz sei durchweg positiv, erklärte die Stolberger Polizei. Fest stehe allerdings auch, dass die Haltestellen umso besser akzeptiert würden, je intensiver die Schule das Projekt begleite. Zum Schulbeginn werden Eltern und Schulneulingen die Haltestellen von den Verkehrssicherheitsberatern der Polizei vorgestellt. Diese bittet die Eltern außerdem eindringlich darum, die Möglichkeit auch zu nutzen, wenn sie ihre Kinder mit dem Auto zur Schule bringen.

Es gebe allerdings auch immer wieder Eltern, die trotzdem noch bis zur Schule vorfahren und dort halten. Das verursache immer wieder gefährliche Situationen, die vermieden werden könnten.

Darüber, dass die Kinder auf dem Weg zur Schule nicht von anderen Verkehrsteilnehmern wahrgenommen werden, brauchen sich die Eltern in diesen Tagen keine Sorgen zu machen. Zum Schulstart erhielten auch die Stolberger i-Dötzchen neongelbe Westen, die für ihre Sicherheit sorgen sollen.

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