Nächsten Dienstag bleiben zehn Kitas geschlossen

Von: Dirk Müller
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Vor dem Kupferstädter Rathaus informieren Verdi-Gewerkschaftler die Angestellten des öffentlichen Dienstes über den Warnstreik und die Tarifverhandlungen. Foto: D. Müller

Stolberg. Mit einem Warnstreik am Dienstag, 18. März, verleiht die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (Verdi) ihren Forderungen bei den Verhandlungen zu den Tarifen im öffentlichen Dienst Nachdruck.

„In Aachen und Düren wird der Warnstreik von Veranstaltungen begleitet, und auch Stolberger werden in Aachen an dem Warnstreik teilnehmen“, erklärt Martin Künzer, Personalratsvorsitzender der Kupferstädter Verwaltung. Dies betreffe am kommenden Dienstag vor allem die Stolberger Kindertagesstätten, beschreibt Joachim Paul, der mit einigen Verdi-Kollegen vor dem Rathaus Angestellte des öffentlichen Dienstes über die Tarifverhandlungen informiert.

Kein Streik „gegen die Eltern“

„Von den 19 städtischen Kitas werden am Dienstag zehn geschlossen bleiben. Die übrigen neun bleiben teilgeschlossen und bieten Notgruppen an“, sagt Paul. Zwar habe die Verdi erst relativ spät damit begonnen, ihre Mitglieder zu mobilisieren, aber die Resonanz sei gut gewesen.

„Mehr als 80 Angestellte der Stolberger Kitas und etwa 20 Angestellte aus Rathaus und Bauhof beteiligen sich an der Aktion in Aachen.“ Die Eltern der Kinder würden mit Briefen über den Warnstreik informiert werden, betont Künzer, dass „wir ja nicht gegen die Eltern streiken, sondern für bessere Bedingungen der Angestellten“.

Und diese seien letztlich auch positiv für Kita-Kinder und ihre Eltern. „Wir fordern 100 Euro mehr monatlich für die Auszubildenden, auch um diese stärker zu motivieren, und die unbefristete Übernahme im erlernten Beruf. Das sind wichtige Punkte bezüglich der Vorsorge der Personalplanung besonders in den Kitas.“

Für die Verwaltung gelte dies ebenso, sagt Paul und führt aus: „Das Durchschnittsalter der Angestellten im Stolberger Rathaus ist 47 Jahre.“ Zu den Forderungen der Verdi zählen des Weiteren 100 Euro mehr für jeden Angestellten im öffentlichen Dienst plus 3,5 Prozent Gehaltszuwachs, 30 Tage Erholungsurlaub für alle Beschäftigten und der Ausschluss von sachgrundlosen Befristungen.

Der Warnstreik am Dienstag geschehe in der Hoffnung, dass in den nächsten ein bis zwei Verhandlungsrunden zufriedenstellende Ergebnisse erzielt werden. „Sollte dem nicht so sein, folgen eventuell weitere Warnstreiks mit Stolberger Beteiligung vor den Tarifgesprächen am 31. März und 1. April“, erläutert Künzer.

Ist dann immer noch keine Einigung in Sicht, werde die Gewerkschaft ab dem 2. April entscheiden, ob und in welcher Form es zu einem Erzwingungsstreik kommen wird.

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