Nachwuchspolitiker wollen sich mit Jugendparlament verzahnen

Von: fla
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Die Burg im Rücken, Stolberg
Die Burg im Rücken, Stolberg vor Augen: Hans Bruckschen (v.l.), Carsten Kreitz, Dina Graetz und Tim C. Schmitz wollen sich vor allem um das soziale Wohl von jungen Leuten in Stolberg kümmern. Foto: R. Flader

Stolberg. Es war mittlerweile bereits das zweite Treffen der „Großen Vier”. Von einer Elefantenrunde möchte man zwar noch nicht sprechen, aber man merkt: In Stolberg bewegt sich etwas, getreu dem Motto: „Jugend forsch!”.

Die Nachwuchsorganisationen der CDU (Junge Union), SPD (Jusos), FDP (Junge Liberale) und der Grünen (Grüne Jugend) haben sich bereits zum zweiten Mal zusammengesetzt und eine parteiübergreifende Zusammenarbeit auf den Weg gebracht. Tenor nun: Die Jungpolitiker wollen mit dem Jugendparlament kooperieren. „Wir wollen verstärkt unsere Ideen einbringen”, sagt Carsten Kreitz von den Jungen Liberalen.

Der 21-Jährige war selbst jahrelang Sprecher des Parlaments, das sich in der vergangenen Woche zu seiner konstituierenden Sitzung zusammenfand. „Unsere Gelder sind Anfang des Jahres gestrichen worden, das Jugendparlament hingegen hat Geld. Vielleicht kann man auf diesem Weg noch das ein oder andere Projekt mehr realisieren.” Grundsätzlich agiert das Jugendparlament unabhängig von Parteien, „vielleicht kann man es aber durch unsere Mitwirkung noch stärker auf eine politische Ebene bringen”, sagt Kreitz.

Doch die Arbeit der „Großen Vier” soll nicht auf der rein debattierenden Ebene verbleiben: Die Parteien wollen in den kommenden Wochen einen Antrag einreichen, in dem die Verwaltung aufgefordert wird, Jugenorganisationen kostenlos Räume für Tagungen zur Verfügung zu stellen. Kreitz: „Dadurch, dass die Stadt alle Fördergelder für Jugendorganisationen gestrichen haben, besitzen manche einfach weniger Mittel als wir. Und die sollen die Räumlichkeiten gestellt bekommen.”

Koordination mit Jugendarbeiter

Zusätzlich soll mit dem mobilen Jugenarbeiter der Stadt Stolberg, Frank Döhla - er tourt mit dem Jugendbus durch die Stadtteile -, eine Prioritätenliste erstellt werden, wo in der Stadt junge Leute am stärksten Unterstützung brauchen.

Ein Projekt ist bereits fix: Der Infotag gegen Extremismus findet am Mittwoch, 11. Januar, ab 9 Uhr im Evangelischen Gemeindezentrum in der Frankentalstraße statt. Als Redner werden unter anderem der Aachener Rechtsextremismusexperte Michael Klarmann und Ministerialrat Dirk Weinspach vom Innenministerium des Landes NRW Stellung beziehen. Die Veranstaltung bezieht sich zwar vor allem auf Stolberger Schulen, „aber wir freuen uns über jede Klasse aus der ganzen Region”, sagt Carsten Kreitz.
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