Nachwuchskünstler zeigen kreative Seite

Von: Dirk Müller
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Eifrig arbeiten die kleinen Na
Eifrig arbeiten die kleinen Nachwuchskünstler an ihren Skulpturen, nachdem sie sich bei dem Ferien-Kreativkurs im Helene-Weber-Haus schon der Malerei und der Grafik gewidmet haben. Foto: D. Müller

Stolberg. Während Sophie an einer ausgeklügelten Konstruktion tüftelt, geht Michael mit dem Hammer zu Werke, und zwar in doppeltem Sinn konsequent: „Das wird ein Hammer”, beschreibt der Achtjährige die Skulptur, an der er arbeitet.

Die achtjährige Sophie setzt hingegen mehr auf Funktion als auf Form. Sie fertigt eine „Falle” an, eine Art „Alarmanlage”, die ungebetene Gäste von ihrem Kinderzimmer fern halten soll.

Am dritten Tag des Kreativ-Ferienkurses im Helene-Weber-Haus erobern zehn Kinder die dritte Dimension - am Vormittag. Nachmittags findet der zweite Kurs mit ebenfalls zehn Teilnehmern im Alter von 6 bis 14 Jahren statt.

„Das Interesse an dem Kreativ-Ferienkurs war sehr groß, und als immer mehr Anmeldungen erfolgten, haben wir spontan einen zweiten Kurs angeboten”, erklärt Monika Wienges.

Die freischaffende Künstlerin hat an der staatlichen Kunstakademie in Düsseldorf studiert und leitet die Kreativkurse, die am Montag mit Malerei begannen. Nach Vorlagen aus Tierbüchern und Kalendern haben die Nachwuchskünstler sich auf Leinwänden verewigt. Elefanten und Katzen standen bei den Kleinen hoch im Kurs, auch ein Nashorn und ein Pferd finden sich als Motive auf den Bildern.

Der Spaß am Malen sei jedoch nur ein Aspekt gewesen, denn der Kreativkurs sei auch lehrreich, meint Wienges: „Die Kinder haben gelernt, wie man ein Bild aufbaut, und wirklich künstlerisch gemalt.” Der zweite Kurstag stand im Zeichen der Grafik. Mit Pastellkreide, Bleistift, Kohle und Tusche zeichneten die Kinder. „Die Tusche haben wir selbst gemacht und Papier auch”, berichtet Laura. Die Zehnjährige zeigt stolz das eigenhändig geschöpfte Papier und demonstriert, wie sich aus chinesischen Tuschestäbchen und Wasser in einem Steintopf Tusche herstellen lässt. „Je länger man reibt, desto kräftiger werden die Farben”, kommentiert Sophie und widmet sich wieder ihrer „Falle”.

Unter Anleitung

Aus Ton, Holz, Schnüren, Draht und Pappmaché entstehen überall im Raum kleine Plastiken. Eine Büste, eine Giraffe und auch Michaels Hammer nehmen langsam aber sicher Gestalt an. „Für die Kleinen ist nicht nur die Kreativität spannend, sondern auch, dass sie mit Geräten arbeiten dürfen, die eigentlich nur Erwachsenen vorbehalten sind”, sagt Wienges und verweist auf die elektrische Säge und die Bohrmaschine, die von den Kindern unter Anleitung und Aufsicht benutzt werden dürfen.

Zwei Tage verbleiben den jungen Talenten noch, um sich im Helene-Weber-Haus an der Oststraße künstlerisch zu betätigen. „Das Kursprogramm der letzten beiden Tage bestimmen die Kinder selbst. Sie können aus dem wählen, was wir bisher gemacht haben, oder sich für andere Richtungen wie etwa Holz- oder Linoldruck, Filzen und das Anfertigen von Collagen entscheiden”, erläutert Wienges.

Das Helene-Weber-Haus bietet am Samstag, 18., und Sonntag, 19. August, ein Familienwochenende auf einem Bauernhof in Linnich-Boslar an. Kinder (15 Euro) und Erwachsene (40 Euro) können Landwirtschaft zum Anfassen erleben, Tiere kennenlernen und im Stroh übernachten. Die Gebühren verstehen sich inklusive Verpflegung und Getränke können vor Ort zum kleinen Preis erworben werden. Warme Kleidung und Schlafsack sind mitzubringen. Anmeldungen per E-Mail: anmeldung@heleneweberhaus.de oder unter Tel. 95560.
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