Stolberg - Nachtigällchen: Es läuft alles rund beim „Kreisel“

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Nachtigällchen: Es läuft alles rund beim „Kreisel“

Von: Jürgen Lange
Letzte Aktualisierung:
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Schritte auf dem Weg zum Kreisverkehr: Heute fließt an Nachtigällchen dank Baustellenampeln der Verkehr in alle Richtungen. Während der folgenden sieben Bauphasen werden unterschiedliche Beeinträchtigungen unvermeidbar sein, aber der Landesbetrieb ist bemüht, die meisten Verkehrsbeziehungen weitestgehend gewährleisten zu können. Foto: J. Lange
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Stellte zuerst das Bauvorhaben detailliert vor und sich dann den Fragen und Anregungen der Bürgerschaft: Arnd Meyer, Projektleiter des Landesbetriebs für den Bau des Kreisverkehrs Nachtigällchen. Foto: J. Lange

Stolberg. Wie sehr die Stolberger Bevölkerung eine umfassende Information über wichtige Baumaßnahmen und dadurch bedingte Veränderungen der Verkehrsabläufe vermisst haben, bewies die Resonanz. Der Ratssaal war komplett besetzt, als auf Einladung der Stadt über den Ablauf des Umbaus der Kreuzung der beiden Landesstraßen 12 und 238 an Nachtigällchen in einen Kreisverkehr – die mit mehrfachen Sperrungen verbundenen Vorarbeiten durch Versorgungsträger laufen bereits seit einem Jahr – erstmals umfassend informiert wurde.

Es waren in erster Linie Privatleute, die die Erreichbarkeit ihrer Wohnungen oder der Weg zur Arbeit interessierte. Nur wenige Vertreter von Industrie und Gewerbe nutzten die informative Gelegenheit, sich direkt mit dem Projekt auseinanderzusetzen sowie Anregungen und Wünsche an zuständiger Stelle vorzubringen: Arnd Meyer, der Projektleiter des Landesbetriebs Straßenbau, stellte fachkundig und verständlich das Vorhaben und die damit verbundenen Beeinträchtigungen vor.

Brückenbau nicht berücksichtigt

Ab Mitte des kommenden Monats, voraussichtlich ab 18. November, ist mit einem Beginn der Arbeiten zu rechnen, die neben dem eigentlichen Kreisverkehr auch den Lückenschluss im Radwegenetz, Winkelstützwände im Bereich der einmündenden Straßen sowie ein Regenwasserklärbecken umfassen: 17 Meter lang, 6,5 Meter breit und 5 Meter tief auf der nördlichen Seite der Kurt-Schumacher-Straße vor der Vichtbrücke.

Diese muss darüber hinaus durch einen Neubau komplett ersetzt werden. „Dieses Vorhaben möchten wir am liebsten in die Umsetzung des Kreisverkehrs-Projektes integrieren“, so Meyer, aber der Landesbetrieb wartet weiterhin auf erforderliche Genehmigung und Mittel zum Brückenbau. Deshalb konnte diese Maßnahme in den derzeitigen Plänen zur Verkehrsregelung noch nicht berücksichtigt werden. Sie sehen Folgendes vor:

Phase 1: Sie entspricht dem heutigen Zustand. Baustellenampeln regeln den Verkehr; die Kreuzung ist in allen Richtungen zu befahren. Gebaut wird durch Versorgungsträger auf der Freifläche zwischen Kurt-Schumacher-Straße und Am Wasserwerk.

Phase 2: Für den Kanalbau wird die Zweifaller Straße zur Einbahnstraße bis zur Einmündung der L 12; der Bypass Richtung Innenstadt ist ebenso gesperrt. Schul und Linienbusse dürfen passieren. Bauzeit etwa eine Woche.

Phase 3: Nur der Bypass ist gesperrt; die Kreuzung ist befahrbar. Gearbeitet wird vor Leoni-Kerpen. Bauzeit etwa drei Wochen.

Phase 4: Die Baustellenampeln werden neu angeordnet. Der Bypass wird endgültig abgebunden. Hinzu kommt eine Baustelle am Beginn von „Am Wasserwerk“. Bauzeit etwa sechs Wochen; damit endet die Bauphase vor dem Winter.

Phase 5: Erst nach der Schlechtwetterperiode werden die Arbeiten fortgesetzt. Sie umfassen weitestgehend den von Mausbach kommenden Arm der L 12. Ab Nachtigällchen wird bis hinter die Brücke eine Einbahnstraßenregelung in Richtung Mausbach eingerichtet; Ansonsten sind die Strecken Vicht, Breinigerberg und Innenstadt passierbar. Die Umleitung führt über den Burgholzer Graben bzw. Leuwstraße. Bauzeit etwa vier Monate.

Phase 6: Bis etwa zur Mitte der Fahrbahn der L 238 wird Nachtigällchen von und in Richtung Mausbach komplett gesperrt. Die Umleitung führt über den Burgholzer Graben bzw. Leuwstraße. Die Strecken Vicht, Innenstadt und Breinigerberg sind gegenläufig befahrbahr. Die überwiegende Hälfte des Kreisverkehrs wird hergerichtet. Bauzeit etwa fünf Wochen.

Phase 7: Gesperrt wird ab Leoni-Kerpen die Fahrspur der Zweifaller Straße bis in den Einmündungsbereich von „Breinigerberg“ zur Komplettierung des dritten Viertels. Der Verkehr wird mittels Baustellenampeln über den hergerichteten Teil des Kreisverkehrs in alle Richtungen geleitet. Bauzeit etwa fünf Wochen.

Phase 8: Die Ecke von „Breinigerberg“ und „Am Wasserwerk“ ist gesperrt. Das letzte Viertel Kreisverkehr wird erstellt. Der Verkehr wird mittels Baustellenampeln über den hergerichteten Teil des Kreisverkehrs in alle Richtungen geleitet. Bauzeit etwa fünf Wochen.

Der Abschluss: An maximal drei Wochenenden müssen der Kreisverkehr und / oder die Äste der einmündenden Landesstraßen gesperrt werden, damit die letzte, feine Asphaltschicht möglichst aus einem Guss aufgebracht werden kann.

„Und dann sind wir neun bis zehn Monate älter“, stellte Arnd Meyer eine Vollendung des Großprojektes für August / September 2010 in Aussicht – ohne eine Sanierung der Vichtbachbrücke in der Kurt-Schumacher-Straße. Sollten gravierende Probleme bei der Verkehrsführung auftreten, werde darauf reagiert, so Meyer.

Auf Anregung der Firmen Haas und BSR/EVS prüfen Landesbetrieb und Stadtverwaltung die Einrichtung eines absoluten Halteverbots für „Schützheide“ und Leuwstraße während der Einbahnregelung auf der L 238 (Phase 2), auf die Bus- und Schwertransport ausweichen müssen.

„Dies ist erst der Auftakt“, kündigte Bürgermeister Ferdi Gatzweiler an, das Projekt aktiv begleiten und die Öffentlichkeit informieren zu wollen. Anregungen können direkt bei ihm eingereicht werden unter Telefon 13-200 oder gatzweiler@stolberg.de.

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