Nach Terrorwarnungen: Erhöhte Aufmerksamkeit in der Donnerberg-Kaserne

Von: Kolja Linden
Letzte Aktualisierung:
terror-bild
Wachsam, aber nicht in Alarmbereitschaft sind die Soldaten der Stolberger Donnerbergkaserne. Foto: R. Müller

Stolberg. Im Internet taucht ein Video auf, in dem ein El-Kaida-Terrorist Anschläge auf deutsche Einrichtungen ankündigt, US-Geheimdienste warnen vor Attacken auf Ziele in Deutschland. Und am Sonntag wird ein neuer Bundestag gewählt.

Und weil auch die Einlasskontrollen an der Donnerberg-Kaserne ein bisschen strenger geworden sind, redet so Mancher schon von „Terrorwarnung” und „erhöhter Sicherheitsstufe” bei der Bundeswehr.

„Den Begriff Terrorowarnung kennen wir gar nicht”, relativiert aber der für die Pressearbeit zuständige Oberstleutnant Helmut Frenken und warnt vor jeglicher Form der Panikmache. „Es steht auch kein Soldat mit dem Maschinengewehr im Anschlag an den Kasernentoren.” Tatsächlich kennt die Truppe verschiedene Gefährdungsstufen, und tatsächlich befindet sie sich noch immer in der untersten, der Gefährdungsstufe Alpha.

Allerdings, so Frenken, gebe es auch in den einzelnen Gefährdungsstufen wiederum Unterschiede und deshalb ist die Alarmbereitschaft derzeit höher als sonst. „Im normalen Betrieb fahren wir die Stufe Alpha nur eingeschränkt, mittlerweile haben wir sie nahezu vollständig ausgelöst”, sagt Frenken.

Für Besucher heißt das aber nicht, dass es jetzt keinen Zugang mehr zur Donnerberg-Kaserne gebe. „Deutlich verstärkt wurden lediglich die Kontrollen”, sagt Frenken. Soldaten, die in die Kaserne hinein wollen, müssen jetzt immer ihren Truppenausweis vorzeigen, „auch wenn man seit vier Jahren mit dem Wachsoldaten per Du ist”, so der Oberstleutnant.

Mannschaften, die die Sportanlagen der Kaserne nutzen wollen, müssen bereits vorab alle Namen der Beteiligten durchgeben und sich gesammelt vor der Kaserne treffen. Diese können sie dann nach Abgleich der Namensliste geschlossen betreten.

Die mögliche Bedrohung wird bei der Bundeswehr sehr ernst genommen. „Wir sind mittlerweile aufgefordert, die Gefährdungsstufe Bravo vorzubereiten”, sagt Frenken. Bravo ist die zweite Stufe und mit einem deutlich erhöhten personellen Aufwand verbunden.

So gibt es nun Dienstpläne, die ein verstärktes Wachpersonal innerhalb der Kaserne vorsehen, außerdem wurden die Alarmierungslisten für den Notfall noch einmal aktualisiert. „Zum Tragen kommt das allerdings erst, wenn diese Stufe auch aktiviert wird”, sagt Frenken.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert