Stolberg - Nach Tauwetter: Bürgersteige in desolatem Zustand

Nach Tauwetter: Bürgersteige in desolatem Zustand

Von: gro
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Vorsicht, Stolperfallen: Im Stadtgebiet haben sich aufgrund der extremen Witterung unzählige Gehwegplatten gelöst. Foto: M. Grobusch

Stolberg. Während viele Stolberger die ersten Sonnenstrahlen nach vielen Tagen der klirrenden Kälte genießen, legen sich im Rathaus bei einigen Mitarbeitern die Sorgenfalten auf die Stirn.

Das Tauwetter macht den Blick auf die Straßen und die Gehwege wieder frei, und was sich da offenbart, lässt Schlimmes erahnen. „So etwas habe ich in all den Jahren noch nicht erlebt”, fasst Josef Braun seinen ersten Eindruck in Worte und meint damit vor allem den Zustand der Bürgersteige, die durch die Witterung offensichtlich erheblichen Schaden erlitten haben.

Wer sich zu Fuß durch die Innenstadt bewegt, muss einen wahren Hindernisparcours bewältigen. Überall haben sich Gehwegplatten in großer Zahl gelöst und gehoben und bilden dort im Wechsel gefährliche Stolperfallen oder wackeligen Untergrund. An einigen Stellen hat die Stadt in der Zwischenzeit Warnbaken aufgestellt, um die Bürger vor unliebsamen Überraschungen zu schützen. Besonders betroffen sind in der Innenstadt die Rathausstraße und Salmstraße, der Bereich der Mühle und der Steinweg.

Derweil sind die Mitarbeiter des Technischen Betriebsamtes mit Hochdruck dabei, eine Bestandsaufnahme im Stadtgebiet zu machen. „Da wird einiges auf die Mitarbeiter zukommen”, befürchtet Josef Braun, der die Ansicht der Aachener Kollegen keinesfalls teilt und nicht davon ausgeht, dass sich 90 Prozent der Platten bei wärmer Witterung wieder von alleine setzen werden.

Im Gegenteil: „Ich gehe davon aus, dass die Reparaturarbeiten so umfangreich sein werden, dass wir externe Hilfe hinzuziehen müssen.” Verlässliche Zahlen gibt es bis dato nicht, Braun ist aber schon jetzt sicher, dass die Summe, die die Stadt aufbringen muss, im sechststelligen Bereich liegen wird. Deshalb will er vorsichtshalber 300.000 Euro außerplanmäßige Mittel bei der Kämmerei anmelden.
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