Nach Montreux folgt nun Stolberg

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Sängerin Sabine Kühlich, Preisträgerin des Montreux Jazz Festivals 2008, und der New Yorker Gitarrist Adam Rafferty gestalten den Jazz-Frühschoppen am Sonntag, 15.März: die Premiere zur neuen Veranstaltungsreihe im Zinkhütter Hof.

Stolberg. Eine neue Veranstaltungsreihe, die vier Mal im Jahr in der historischen Kulisse des Museums Zinkhütter Hof außergewöhnliche Inszenierungen bieten will, feiert am Sonntag, 15. März, bei freiem Eintritt mit einem Jazzfrühschoppen um 11 Uhr Premiere:

Den Auftakt gestalten Sabine Kühlich (Gesang), bekannt vomMontreux Jazz Festival, und aus New York Adam Rafferty (Gitarre).

Geboren wurde die Idee bei der Máro-Benefizgala im Dezember von Museumsleiter Sebastian Wenzler und dem Event-Manager Matthias Knapp aus Eschweiler, der auch den Auftritt der Genesis-Coverband Invisible Touch bei der Nacht der Museen möglich machte. „Wir wollen den Zinkhütter Hof über die Ausstellungen hinaus stärker aus Kulturstandort erfahrbar machen und ins Bewusstsein rücken”, sagt Knapp.

Das denkmalgeschütze Ensemble biete eine herrliche Location für kulturelle Veranstaltungen. Die regelmäßigen Ausstellungen im Museum sollen erweitert werden um musikalische Genüsse. Und hier bietet der Jazz auch in Form des Frühschoppens die Gelegenheit, neues Terrain in der Kupferstadt zu besetzen.

Im Juni und September sind die nächsten Events geplant. Die Tradition von Jazz-Frühschoppen wurde zuletzt in den 80er Jahren in der Altstadt gepflegt, schlummerte dann aber ein. Und für die Wiedergeburt haben Wenzler und Knapp gleich zwei renommierte Aushängeschilder verpflichtet:

Sabine Kühlich hat sich 2008 beim Montreux Jazz Festival gegen eine beachtliche internationale Riege von Sängern und Sängerinnen durchgesetzt und den Vocal Contest gewonnen. Die Jazzsängerin, Komponistin, textet und spielt leidenschaftlich Bossa-Nova-Saxophon. Sie nahm Klavier- und Saxophonunterricht. Gesang, Klarinette, Improvisation als Gast an der Musikhochschule Würzburg, später Studium am Conservatorium Maastricht, Gaststudentin in Köln, dann Jazzgesangsstudium am Conservatorium Amsterdam.

Sie war Finalistin beim Leidse Jazz-Award und beim 20. Concour de la Chanson in Amsterdam. In 2003 tourte sie mit der Jazzhouseband durch Südostasien, Masterstudium ab 2003 in Conservatory of Amsterdam und New York Manhattan School of Music. Seit Januar 2006 ist sie Dozentin am Conservatorium von Maastricht.

Adam Rafferty, man nennt den New Yorker Jazz- und Bluesgitarristen „Swingmonster”. Wie kaum ein anderer vermag er das Publikum mit seinem Gitarrenspiel zu fesseln. Er wuchs auf in Harlem. Mit 12 Jahren spielte er in einer Hard Rock Band, ein Besitzer eines Clubs gab ihm seinen ersten Gig mit 15, und mit 18 war er Rapper bei Golg Record in Overseas.

Adam spielte in den U-Bahnen von New York City, an Straßenecken und in den exklusiven Musik-Zimmern die New York als auch Birdland und der Jazzstandard anbot. Er hat seine eigene Band durch Europa geführt, produzierte ein eigenes Album. Keine Minute zweifelte er daran, dass es sein Lebensinhalt ist die Gitarre zu spielen. Es nennt sich „paying dues” und man hört es in seinen Liedern, in seinem Feeling für den Blues, in seinem Groove, und in seiner Berührung.

Die Geschichts- und Lebenserfahrung macht das Feuer in der Musik dieses Mannes. Studenten sind durch das ganze Land gereist, und flogen von Europa zu ihm, nur um Raffertys Gitarrenkenntnisse zu erlernen. Er hat unzählige Workshops angeboten, schrieb Bücher und gab eine neue Unterrichts-DVD heraus.
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