Stolberg - Nach der Messe auf dem Kaiserplatz gehört die City den Trödlern

Nach der Messe auf dem Kaiserplatz gehört die City den Trödlern

Von: kol
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Stolberg. Nein, die Monstranz soll am Donnerstag nicht vertrödelt werden. Und auch sonst soll - fast - alles so bleiben, wie es in den vergangenen 18 Jahren immer war an Fronleichnam auf dem Kaiserplatz.

Bei gutem Wetter - und das dürfte es am Donnerstag geben - wird auf Stolbergs zentralem Platz eine Heilige Messe unter freiem Himmel zelebriert. Sie bildet den Auftakt zur Prozession, die sich anschließend in Richtung Pfarrkirche St. Mariä Himmelfahrt bewegen wird. Im Anschluss allerdings gehört der Kaiserplatz den Trödlern, die schon vor der Messe ihre Stände aufbauen.

„Nicht so geplant”

„Das war nicht so geplant”, räumt Hans Maassen, Abteilungsleiter des städtischen Ordnungsamts, eine „Unachtsamkeit” ein. Die Marktveranstalter bewürben sich bereits Anfang des Jahres, damals habe man bei der Verwaltung die Fronleichnamsmesse nicht auf dem Schirm gehabt.

Irritationen hat es deshalb gegeben, sagt auch Pastor Hans-Rolf Funken, doch diese sind seit Mittwoch ausgeräumt. In einem kurzfristig anberaumten Gespräch im Rathaus haben sich alle Beteiligten geeinigt: Der Altar und die Trödelstände werden vor 10 Uhr aufgebaut, die anschließende Messe soll durch weitere Aufbauarbeiten nicht gestört werden.

Sobald der Gottesdienst beendet ist und die Prozession den Kaiserplatz verlassen hat, darf getrödelt werden. Ein Kompromiss, mit dem alle Beteiligten leben können, lobt Pastor Funken das kooperative Verhalten von Maassen und dem Veranstalter des Trödelmarkts, Toni Bamberger: „Wir können uns in keinster Weise beklagen.”

„Seit drei Jahren hier”

Bamberger geht die ganze Geschichte ohnehin sehr gelassen an: „Wir sind ja schon seit drei Jahren an Fronleichnam in der Stolberger Innenstadt und wussten von der Prozession. Das ist doch gar kein Problem.”

Zwischen 80 und 120 Händler erwartet der Veranstalter aus Eschweiler. Diese werden sich auf Teilen des Kaiserplatzes vor dem Rathaus und im Steinweg ausbreiten.

Dann gibt es bis 18 Uhr eine Menge zum Stöbern - aber sicher keine Monstranz.
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