Nach der ersten gelben gibt es jetzt die rote Karte

Von: Mischa Wyboris
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Kein Kartenspiel: Paul Schäfermeier (links) und Jörg Sous bieten älteren und alleinstehenden Menschen die zweite Auflage der kostenlosen Notfallkarte im Senioren-Infocenter im Rathaus an.

Stolberg. Das Reglement kennt keine Gnade: Nach der gelben Karte gibt´s die rote, und dann ist das Spiel gelaufen. Bei Paul Schäfermeier sieht die Sache anders aus. „Bisher gibt es noch keine nennenswerten Rückläufe, aber sie muss sich ja auch erst mal etablieren”, sagt der Seniorenbeauftragte der Kupferstadt über die von ihm mitentwickelte Notfallkarte.

Die Notfallkarte geht jetzt mit einem neuen Erscheinungsbild in die zweite Runde.

Über die Nachfrage kann sich Schäfermeier nicht beklagen: Die zur Einführung im vergangenen März zunächst auf 1000 Stück begrenzten DIN-A4-„Karten” im gelben Umschlag waren schnell vergeben. Das sei bei rund 15000 Stolbergern im Alter von über 50 Jahren auch nicht verwunderlich, sagt der Seniorenbeauftragte. Das von ihm nach dem Eschweiler Vorbild mitkonzipierte Dokument ermöglicht seinem Besitzer durch den Vermerk bestimmter Vorerkrankungen, Medikamenteneinnahmen und behandelnden Ärzten, im Notfall besser versorgt zu werden.

Nun erscheint die Notfallkarte mit 650 Stück in der zweiten Auflage - und, ebenfalls nach Eschweiler Vorbild, im roten Umschlag. „Der Inhalt bleibt jedoch gleich, und die gelben Karten behalten selbstverständlich ihre Gültigkeit”, betont Schäfermeier vom Senioren-Infocenter. Der rote, in Eschweiler seit der Einführung der Karte im Mai 2009 gewählte Farbton ist jetzt auch in Stolberg auf Empfehlung der Feuerwehr zustande gekommen - Einheitlichkeit ist das Gebot. Für das Rettungspersonal soll auf diese Weise langfristig und über die verschiedenen Einzugsgebiete hinweg ein Wiedererkennungseffekt geschaffen werden, der das Auffinden der Notfallkarte in der Wohnung erleichtern soll.

Fehlt bloß noch, dass sie sich etabliert. Dazu gehört auch die Klärung einiger Missverständnisse bei ihrem Besitzer: „Manche Leute glauben, die Karte ist am besten im Handschuhfach oder in der Handtasche aufzubewahren”, sagt Schäfermeier. Besser sei jedoch eine gut sichtbare Stelle in den eigenen vier Wänden, zum Beispiel mit Reißzwecken an der Wand befestigt oder mit Klebestreifen an der Innenseite der Wohnungstür, erklärt der Seniorenbeauftragte.

Künftig soll dann auch das Farbenspiel ein Ende haben: Es bleibt bei der roten Karte - ohne die vom Fußball bekannte Bedeutung.

Die kostenlose Karte gibt es im Rathaus

Das Senioren-Infocenter der Kupferstadt befindet sich im Erdgeschoss des Rathauses und ist montags bis freitags von 8.30 bis 12 Uhr sowie montags bis mittwochs von 14 bis 16 Uhr und donnerstags von 14 bis 17.30 Uhr geöffnet.

Ansprechpartner sind der Seniorenbeauftragte Paul Schäfermeier, 13-376, und Mitarbeiter Jörg Sous, 13-467.

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