Nach Beschwerden: Pirolweg soll Tempo-30-Zone werden

Von: -jül-
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Kein niveaugleicher Ausbau: Dieser Abschnitt von Pirol- und Meisenweg soll kein Verkehrsberuhigter Bereich mehr sein, sondern der im Umfeld bestehenden Tempo-30-Zone zugeschlagen werden. Foto: J. Lange

Stolberg-Liester. Eine Beschwerde machte die Städteregion auf die Ausweisung des Pirol- und Meisenwegs als verkehrsberuhigte Zone aufmerksam. Der Anlieger hatte moniert, dass ungeachtet der Beschilderung vor seiner Haustüre zu schnell gefahren werde. Erst vor knapp zwei Wochen war es dort zu einem Verkehrsunfall gekommen, bei dem ein Bus einen Pkw in einen Vorgarten schob.

Zu diesem Zeitpunkt war die Vorlage für den am 29. März tagenden Verkehrsausschuss bereits geschrieben, in der die Verwaltung der Politik einen Ausstieg aus der Verkehrsberuhigten Zone ans Herz legt. Denn die Städteregion hatte moniert, dass die seit den 80er Jahren geltenden Beschränkungen als sogenannte „Spielstraße“ mit geforderter Schrittgeschwindigkeit auf dem Meisenweg ab Einmündung Amselweg sowie der Pirolweg bis in Höhe von Haus-Nr. 1c nicht den Vorschriften der Straßenverkehrsordnung entsprechen.

Und diese Vorschriften setzen unter anderem voraus, dass der typische Charakter einer Straße mit getrennter Fahrbahn, Gehweg, Parkplätzen und Radweg das Bild eben nicht prägen darf. In der Regel wird ein niveaugleicher Ausbau sowie eine Möblierung mit Beeten, wechselseitigen Parkplätzen und Einengungen vorausgesetzt. Diese bauliche Gestaltung soll dabei die verkehrsrechtlichen Regelungen unterstreichen, laut denen Autoverkehr und Fußgänger gleichberechtigt sind und Kinder überall spielen dürfen. Zudem darf nur dort geparkt werden, wo dies ausdrücklich erlaubt ist.

Genau diese geforderten Merkmale einer verkehrsberuhigten Zone weisen die betroffenen Abschnitte von Pirolweg und Meisenweg nicht auf, die ab Haus Nr. 1c in Richtung „Auf der Liester“ bzw. ab Amselweg zur Prämienstraße hin nahezu nahtlos in eine Tempo-30-Zone übergehen. In beiden Straßen sind die beidseitigen Gehwege teilweise sogar per Hochbordstein von der Fahrbahn getrennt. Im Meisenweg sorgt allerdings eine Handvoll breiter Blumenkübel für Einengungen; dort dienen sie zugleich als Begrenzung von einigen wenigen Parkständen und einer Bushaltestelle: Neben der Linie 40 nimmt die Linie 62 den Weg über den Meisen- und Pirolweg.

„Aus Sicht der Städteregion handelt es sich bei beiden Straßen weder aufgrund der baulichen Ausgestaltung noch nach dem Charakter der Straße um einen Verkehrsberuhigten Bereich“, konstatiert Tim Grüttemeier. Der Bürgermeister schlägt dem Verkehrsausschuss vor, die Beschilderung so anzupassen, dass diese beiden Straßenabschnitte zukünftig der Tempo-30-Zone zugeschlagen werden. Der verkehrsberuhigte Bereich des Pirolwegs in Richtung Geschwister-Scholl-Platz beginnt bzw. endet dann an Haus Nr. 1d.

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