Nach 17 Jahren wieder mal ein Stolberger Sieg

Von: Kolja Linden
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In einem sportlich fairen Turnier gehören - trotz aller freundschaftlichen Verbindungen - hart geführte Zweikämpfe einfach dazu. Wie hier im Spiel zwischen Borghorst und Herford. Foto: K. Linden

Stolberg. Die Nacht war nur kurz, aber das schien den Sportlerinnen und Sportlern in Stolbergs größtem Becken nur wenig auszumachen. Bis vier Uhr morgens war dem Vernehmen nach in der Sporthalle gegenüber am Glashütter Weiher gefeiert worden, doch als nur wenige Stunden später an diesem Sonntag, um 10 Uhr, das erste Match angepfiffen wurde, da bekamen die Zuschauer wie schon am Vortag erstklassigen Wasserball zu sehen.

Und das lag in diesem Jahr auch ganz besonders an den Gastgebern. Zwar taten sich die dezimierten Stolberger Frauen in einem hochklassigen Feld schwer, weil sie auf einige gute Spielerinnen aus ihrer Spielgemeinschaft mit dem ASV 06 aus Aachen verzichten mussten. Dafür aber spielten die Männer stark wie nie und konnten zum ersten Mal seit 1992 das eigene Turnier als Sieger beenden.

„In den vergangenen Jahren hatten wir uns halt als gute Gastgeber zurückgehalten”, schmunzelte Organisator Jochen Drees, doch diesmal wollten die Stolberger ihren Gästen die Grenzen aufzeigen: Vier Siege und ein Unentschieden bedeuteten den souveränen Sieg vor den Seriensiegern aus Borghorst, denen diesmal nur der zweite Platz blieb. Dritter wurde die hoch eingeschätzte Mannschaft aus Duisburg vor Derne, Kaiserslautern und Herford.

„Das ist für uns eine super Vorbereitung auf den Start der Verbandsliga-Saison”, freute sich Drees über die gute Leistung seines Teams, zu der vor allem ein starker Neuzugang aus Madrid beigetragen hat: Dain Martinez, der in Aachen studiert, steuerte allein zehn Tore zum Erfolg bei. Je fünf Mal trafen Thomas Kreus und der erst 17-jährige Marc Braun.

Die Generalprobe ist also gelungen, nun hofft der Stolberger Schwimmverein auf eine erfolgreiche Saisonpremiere am Freitag Dann kommt zum Derby ausgerechnet der direkte Nachbar ASV 06 Aachen in die Halle am Glashütter Weiher.

Sportlich lief es also rund, aber auch neben dem Becken konnte man sich über zwei tolle Tage freuen. Das gemeinsame Feiern mit den befreundeten Teams, die in der Sporthalle nebenan übernachtet haben, gehört einfach dazu.

Den Stolberger Frauen hat dann auch die kurze Nachtruhe nicht geschadet. Die konnten zwar den letzten Platz nicht mehr verlassen, sorgten aber mit einem Sieg im finalen Spiel noch für ein schönes Erfolgserlebnis. Sieger wurde bei diesem Turnier Duisburg vor Kaiserslautern und Köln.
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