Nach 16 Jahren: Neue Orgel für St. Mariä Himmelfahrt

Von: mlo
Letzte Aktualisierung:
orgelmaria-bu
Sorgten für feierliche Musik: Gunter Antensteiner (r.) an der Orgel und der Chor mit Solistin Angela Buzari (l.) und ihr gegenüber Chorleiter Hermann-Josef Schulte (ganz links). Foto: M. L. Otten

Stolberg. Der Einzug mit Weihbischof Dr. Johannes Bündgens an der Spitze ließ etwas Großes vermuten: Zur Einweihung der neuen Orgel von St. Mariä Himmelfahrt am Sonntag zogen die Mitwirkenden alle Register, denn 16 Jahre hatte die Pfarrgemeinde auf der Mühle darauf gewartet.

Den Kirchenchören von St. Franziskus und Herz-Jesu sowie der Kirchenchorgemeinschaft St. Cäcilia, dem Streichquartett mit Verena Soldierer, Silvia Richter, Georg Schulte und Hans-Josef Dovern sowie Kantor Gunter Antensteiner an der Orgel gelang unter der Gesamtleitung von Hermann-Josef Schulte ein musikalisches Highlight.

Zur Aufführung kam die kleine Orgelsolomesse von Joseph Haydn, die wegen der Einfachheit der musikalischen Mittel bei gleichzeitiger hoher melodischer Ausdruckskraft zu den meist aufgeführten Kirchenwerken des berühmten österreichischen Komponisten zählt. Höhepunkt der feierlichen Weihe war „Carillon de Westminster” von Louis Vierne, in welchem ein Glockengeläute nachempfunden wird und bei dem Gunter Antensteiner auf der reich ausgestatteten zweimanualigen Orgel klangfarblich wie spieltechnisch die Kirchenbesucher zu verzaubern wusste.

Die neue Orgel mit ihren 1600 Orgelpfeifen und 26 Registern, eine wahre „Königin der Instrumente”, wurde in der Werkstatt des renommierten Mönchengladbacher Orgelbauers Martin Scholz konzipiert, hergestellt und in nur 18 Monaten in St. Mariä Himmelfahrt eingebaut und intoniert. Sie hat eine mittlere Größe und erlaubt stilistische Vielfalt vom Barock bis zur Moderne, legt aber einen deutlichen Schwerpunkt auf die Fülle der französischen symphonischen Orgelmusik.

Pfarrer Hans-Rolf Funken sprach von einer großen Stunde der Kirchengemeinde. Danken könne man allen Spendern und Helfern am besten durch die Musik. Dem kamen die Mitwirkenden gerne nach. Der knapp hundert Personen starke Chor war stimmlich in hervorragender Konstitution. Für den Solopart im Benedictus hatte man die Stolberger Sopranistin Angela Buzari gewinnen können, die stimmsicher und tadellos überzeugte.

Zur Kommunion spielten Verena Soldierer und Silvia Richter sowie Hans-Josef Dovern und Hermann-Josef Schulte unter dem Dirigat von Georg Schulte eine Kirchensonate von Mozart. Der Chor gefiel noch einmal mit der a cappella vorgetragenen Motette „Herr großer Gott, wie herrlich ist dein Name”.

Weihbischof Dr. Bündgens sagte, dass die neueOrgel ein Zeichen des Vertrauens setze, dass die Kirche eine Zukunft habe. Dank des Orgelvirtuosen Gunter Antensteiner - Kantor der evangelischen Gemeinschaft - zeige die katholische Pfarrgemeinde, dass ihr die Einheit der Menschheit und deren universaler Dienst an der Welt wichtig ist. Gemeinsame Gottesdienste helfen, Spaltungen und Zerrissenheit zu überwinden.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert