Stolberg - MVZ: Drei Ärzte im Kampf gegen Darmkrebs

MVZ: Drei Ärzte im Kampf gegen Darmkrebs

Von: eis
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Sie möchten am Dienstag, 8. März, von der Notwendigkeit der Darmkrebsvorsorge überzeugen: Die beiden Chefärzte Dr. Joachim Heise (r.) und Dr. Dr. Christoph Dietrich (Mitte) sowie Dr. Bernd Kallenberg (l.) vom MVZ Stolberg. Foto: Bethlehem Gesundheitszentrum/H. Eisenmenger
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Wird Darmkrebs früh erkannt, ist er oft heilbar. Deshalb sollte man die Angebote zur Früherkennung in Anspruch nehmen. Foto: dpa

Stolberg. Unser Darm ist vergleichbar mit einem Kraftwerk: Er spaltet die Nahrung in ihre Bestandteile, filtert die Nährstoffe heraus und versorgt so unseren Körper mit Energie. Wehe aber, dieses Kraftwerk streikt einmal. Darmkrebs ist eine große Gefahr für das unermüdlich arbeitende, aber auch hochsensible Verdauungssystem.

„Er ist sogar die zweithäufigste Tumorerkrankung nach Brustkrebs bei Frauen und Prostatakrebs bei Männern“, bilanziert Dr. Bernd Kallenberg, Proktologe und Internist vom MVZ am Kaiserplatz in Stolberg.

Gemeinsam mit PD Dr. Joachim Heise, Chefarzt der Chirurgie, und PD Dr. Dr. Christoph Dietrich, Chefarzt der Klinik für Innere Medizin am Bethlehem Gesundheitszentrum, erteilt er dem Krebs eine Kampfansage. Der Kampf gegen Darmkrebs der drei Mediziner ist eingebettet in eine bundesweite Aktion. In Stolberg findet die Darmkrebsaktion am Dienstag, 8. März, von 11 bis 15 Uhr, im MVZ statt. „Dass wir als Ärzte vom ‚Bethlehem‘ gemeinsam mit unserem niedergelassenen Kollegen für die Darmkrebsvorsorge einstehen, liegt auf der Hand. Bei vielen Erkrankungen, aber vor allem bei der Behandlung von Krebs, ist die enge Zusammenarbeit unter uns Ärzten für die Betroffenen essenziell, denn der Patient wird nach dem Krankenhausaufenthalt vom niedergelassenen Spezialisten weiterbetreut,“ merkt Chefarzt Heise an.

Mit der Aufklärungskampagne am 8. März am Kaiserplatz möchte das Trio Leben retten. Denn: Jährlich sterben immer noch mehr als 26.000 Menschen an den Folgen von Darmkrebs.

Das Tückische an dieser Erkrankung sei, dass im Frühstadium, wenn der Krebs noch gut in den Griff zu bekommen wäre, kaum Symptome auftreten. „Bemerkbar macht sich die Erkrankung meist erst im fortgeschrittenen Stadium“, erzählt Chefarzt Dr. Dietrich, der im wissenschaftlichen Beirat der Gastro-Liga aktiv ist. Die Darmspiegelung hilft aber nicht nur dabei, Krebs auch schon in einem sehr frühen Stadium aufzuspüren: Entdeckt die winzige Kamera auf ihrem Weg durchs Innere Polypen, werden diese direkt entfernt. Polypen sind Schleimhautwucherungen, die bösartig werden können und sich dann unkontrolliert ausbreiten, erklärt Dr. Kallenberg.

Alles in allem also gibt es überzeugende Argumente für eine Darmspiegelung. „Sicher, es gibt Angenehmeres als eine Darmspiegelung, aber im Prinzip verschläft der Patient die Untersuchung“, redet der Internist Dr. Dietrich Klartext. „Wenn man aufwacht, ist schon alles gelaufen“, ergänzt sein Kollege Heise. Dafür, dass man die Untersuchung verschläft, sorgt eine Beruhigungsspritze. Ab 55 wird diese unter Umständen lebensrettende Untersuchung empfohlen und von den Krankenkassen bezahlt.

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