Mutterreh auf der Jägerhausstraße überfahren

Von: oha
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Jagdaufseher Bernd Roggenkamp wurde sofort zur Unfallstelle gerufen und machte ein Foto vom toten Reh.

Stolberg. Ein Mutterreh wurde am Dienstag auf der Jägerhausstraße gegenüber dem Solchbachtal kurz vor dem Ortseingang von Zweifall durch einen Pkw-Fahrer angefahren und tödlich verletzt. „Das Reh hat seine Kitzen vermutlich irgendwo abgelegt. Hoffentlich gehen die jungen Tiere jetzt nicht elendig ein“, befürchtete Karl-Heinz Kuckelkorn von der Kreis-Jägerschaft.

Die „Blattzeit“, wie der Jäger die Paarungszeit des Rehwildes nennt, dauert von Anfang Juli bis Ende August. In dieser Zeit sind Ricken und Böcke unberechenbar. Sie laufen quasi blind durch das Unterholz und dann auch auf die Straße. „Die Böcke treiben die Ricken bis über die Fahrbahn“, weiß Kuckelkorn.

Immer wieder komme es dann zu Zusammenstößen zwischen Rehwild und Fahrzeugführern, die beim plötzlichen Auftauchen der Tiere nicht mehr bremsen können. Noch gefährlicher werde es für die Verkehrsteilnehmer im September, wenn das Rotwild in der Brunftzeit ist, so Kuckelkorn: „Ein Rehkitz wiegt in der Regel rund 20 Kilo. Ein Hirsch kommt locker auf 180 Kilogramm. Ein Zusammenstoß mit dem Pkw kann dann leicht zum Tod des Fahrers führen.“

Karl-Heinz Kuckelkorn ruft die Verkehrsteilnehmer dazu auf, an Stellen, an denen am Straßenrand auf Wildwechsel hingewiesen wird, besonders vorsichtig zu fahren. An besonders gefährlichen Stellen habe die Kreis-Jägerschaft bereits blaue Reflektoren an den Leitpfosten entlang der Straße angebracht. Sie sollen das Wild von der Straße fernhalten.

Kuckelkorn: „Die Farbe Blau gibt es normalerweise im Wald nicht. Das Wild wird beim Anblick der blauen Reflektoren erschreckt und hält sich im Wald zurück.“ An manchen Stellen hängen auch ausrangierte CDs in den Bäumen. Das Funkeln der Scheiben hat den gleichen Effekt: Es soll das Wild irritieren, damit es im Wald bleibt.

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