Stolberg - Musiksommer: SingPhonie und der Büsbacher Männerchor begeistern

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Musiksommer: SingPhonie und der Büsbacher Männerchor begeistern

Von: Marie-Luise Otten
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Stimmgewaltig und hoch konzentriert bei der Sache: Im Rahmen des Stolberger Musiksommers boten die SingPhonie Roetgen und der Büsbacher Männerchors ihrem musikbegeisterten Publikum Sangeskunst vom Feinsten. Foto: M.-L. Otten

Stolberg. „Das soll ein Tag der Freude sein!“, so sang es „Meister“ Josef Otten und seine „Gesellen“ stimmten mit ein, „dass alle tanzen, singen, jubeln, springen und einfach fröhlich sein sollen“.

Und das waren am Ende nicht nur die Protagonisten, auch die Zuhörer, die der Hitze getrotzt hatten und zahlreich erschienen waren, gingen glücklich nach Hause. Das kurzweilige und unterhaltsame Konzert der SingPhonie Roetgen und des Büsbacher Männerchors im Rahmen des Stolberger Musiksommers war ein wahrer Ohrenschmaus.

Begonnen hatten die Sängerinnen und Sänger aus Roetgen unter Leitung von Manfred Lutter mit Madrigalen in verschiedenen Sprachen, meist a cappella. Bei einigen Stücken begleitete sie der Chorleiter am Klavier. In den kleinen Geschichten über unerwiderte Liebe, von Marktfrauen, die über ihre Männer streiten oder von einem jungen estnischen Mädchen, das sich nicht richtig traut, dem Liebsten ihre Liebe zu gestehen, zeigte der Chor seine hohe Stimmkunst.

Geburtstagsständchen

Zu den stimmungsvoll gesetzten Liedern zählte auch „Toast pour le nouvel an“ von Rossini, das sie für alle Geburtstagskinder im August sangen. Die Sangeskollegin, die an diesem Nachmittag ihren runden Geburtstag zu Hause feierte, schlossen sie im Zeitalter von Smartphones in den Kreis des Ständchens mit ein.

Neben vertrauten Volksliedern, die die SingPhonie mehrstimmig in modernen Sätzen vortrug, gab es zeitgenössische Kompositionen, wie das Wiegenlied der Robbe („The Seal Lullaby“) von Eric Whitacre oder den Bossa-Nova-Song „Agua de beber“ von Antonio Carlos Jobin, mit dem der Chor an die Olympischen Spiele in Brasilien erinnerte. Der Auftritt des Ensembles war variationsreich und belebend.

Das Pendant zu den Damen und Herren aus Roetgen war der stimmgewaltige Männerchor aus Büsbach. Zunächst präsentierten sich die Herren mit Gesängen aus der russisch-orthodoxen Liturgie, und dies in Originalsprache. Nach dem besinnlichen Auftakt standen in einem zweiten Block Popsongs in deutscher Version auf dem Programm. „Wann ist ein Mann ein Mann?“ oder „Lass mich dein Badewasser schlürfen“ waren nur einige der niveauvollen Arrangements des Chorleiters.

Musikbegeistertes Publikum

In der „Polizeistund“ der Bläck Fööss, die auf die Sperrstunde beim allabendlichen Bier hinweist, sang Peter Effenberg den Wirt als aufmerksamer Köbes mit Biertablett. Der eindrucksvolle Auftritt sorgte für Schmunzeln bei den Gästen. Die Szene des Stadingers mit dem Chor der Schmiedegesellen aus dem „Waffenschmied“ von Albert Lortzing rundeten die Darbietungen ab.

Am Klavier saß Hauspianist Theo Palm, den Männerchor dirigierte an diesem Nachmittag Manfred Lutter und die Solopartie des Tierarztes sang Bassist Josef Otten. Das musikbegeisterte Publikum bedankte sich für das harmonisch klangvolle Konzert mit viel Applaus. Als Zugabe sangen beide Chöre zusammen ein Lied von jungen Studenten, die fern der Heimat und Aufsicht der Eltern oder anderer Autoritätspersonen durch die Stadt marschieren.

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