Musikschule Merz: Nachwuchs zeigt sich in bester Spiellaune

Von: Dirk Müller
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Bei dem Benefizkonzert im Zink
Bei dem Benefizkonzert im Zinkhütter Hof zugunsten des Fördervereins „Musica Stolberg” brillierte das große Orchester der Musikschule Merz mit einem ansprechenden Medley aus Melodien der Oper „Carmen”. Foto: D. Müller

Stolberg. Um die musikalische Zukunft der Kupferstadt ist es gut bestellt, wie das Benefizkonzert der Musikschule Merz bewiesen hat: Fast 50 Musikschüler demonstrierten ihr Können zur Freude des Publikums und gestalteten ein Programm voller abwechslungsreicher Vielfalt.

Kantor Herbert Merz begrüßte die vielen Gäste im Zinkhütter Hof in der Doppelfunktion als Leiter der Musikschule und Vorsitzender des Fördervereins „Musica Stolberg”, der die musikalisch-pädagogische Arbeit mit Jugendlichen und Erwachsenen unterstützt und zu dessen Gunsten das Konzert stattfand. Anschließend begann der klangvolle Abend. Stilecht von der Empore aus ließ das Trompetenensemble unter der Leitung von Matthias Effertz die „Münsterturmfanfare” von Rudolf Siebold erschallen.

Ein von Gabriele Sous geleitetes Ensemble aus Violine, Blockflöte und Klavier präsentierte barocke Klänge und intonierte die vier Sätze der „Triosonate g-moll” von Georg Philipp Telemann. Gefühlvoll und absolut harmonisch überzeugte dann der Streicher-Spielkreis (Leitung Martina Blömer) mit Werken wie „An Dro” oder Robert Ramskills „Don Quixote rides again”.

Nun wurden die Bögen beiseite gelegt und die Saitenzahl wurde auf sechs erhöht, denn das von Barbara Verdecia geleitete Gitarrenquartett bot zunächst ein Stück von Ignacio Cervante dar, bevor es sich für klassische Konzertgitarren eher ungewöhnlicher Literatur widmete. Die jungen Musiker setzten jedoch ihre Instrumente und Fähigkeiten auch bei „Smoke on the Water” von „Deep Purple” gut in Szene.

Ungewöhnlich, aber sehr gelungen war auch die Begegnung von einem Werk des Barock mit zwei modernen Holzblasinstrumenten: Ein Saxofon-Duo spielte Johann Sebastian Bachs ursprünglich für zwei Violinen komponiertes „Concerto d-moll” (BWV 1043) - eine Kombination, die das Publikum ebenso begeisterte wie die folgenden Werke.

Unter der Leitung von Johannes Flamm beeindruckte das Saxofonensemble mit Heiner Wilbernys schwungvollem „Ulla in Africa” und dem mitreißendem „La Troucha” von Fritz Pauer.

Herbert Merz übernahm selbst das Dirigat, als das 22-köpfige Orchester der Musikschule das Auditorium zu einem festlichen Opernabend einlud. Das Medley aus Georges Bizets Oper „Carmen” wurde von dem Orchester brillant umgesetzt, was vom Publikum mit lautstarken Ovationen belohnt wurde.

Den glänzenden Schlusspunkt der gelungenen Veranstaltung markierte eine Premiere, denn die neueste Formation der Musikschule bereicherte erstmalig das Benefizkonzert zugunsten von „Musica Stolberg”. Das von Frank Rebien geleitete „Modern-Sound-Orchester” (MSO) besteht aus 13 Instrumentalisten und präsentierte mit Saxofonen, Trompeten, Bassgitarre, Schlagzeug und Klavier Lieder aus den Bereichen Rock und Pop. Ob Carlos Santanas „Smooth” oder das „Peter Gunn Theme” von Henry Mancini - der frische Sound des MSO kam gut bei den Zuhörern an, die bei dem Rock-Klassiker „Smoke on the water” in verändertem Arrangement rhythmisch mitklatschten.

Der abschließende lang anhaltende Applaus des Publikums bestätigte, dass die Premiere des MSO wie das gesamte Konzert ein voller Erfolg war.
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