Stolberg-Donnerberg - Musikschüler brillieren auf der Bühne

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Musikschüler brillieren auf der Bühne

Von: Marie Luise Otten
Letzte Aktualisierung:
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Am Ende des Konzerts präsentierten sich alle Mitwirkende im Kirchenraum noch einmal dem Publikum und genossen den Applaus.

Stolberg-Donnerberg. Das von der Musikschule Merz veranstaltete Benefizkonzert zugunsten des Vereins „Menschenskind” hat den zahlreichen Zuhörern in der Pfarrkirche St. Josef 90 Minuten beste Unterhaltung beschert.

Für ein solches Anliegen war auch die aus Leipzig kommende Sopranistin Katharina Wingen angereist, die zusammen mit Pianistin Diana Jianu fünf Weihnachtslieder anstimmte.

Alle Darbietungen mit klassischen und weihnachtlichen Tönen der knapp 100 Schüler und Lehrer wurden mit viel Applaus und Jubel bedacht. Sorgsam einstudiertes Ensemblespiel war ebenso zu vernehmen wie eine Serie solistischer Einzelbeiträge.

Bereits nach den ersten Takten mit „Mary´s Boychild” von Sebastian Heyer (Trompete) war klar: Der Nachmittag wird ein echtes Ereignis. Die sechsjährige Gitarrenschülerin Finja Evertz wartete mit „Schneeflöckchen, Weißröckchen” auf, und das sich anschließende Gitarrenquartett zeigte, was Leiterin Barbara Verdecia ihren Schülerinnen auf den sechssaitigen Zupfinstrumenten beigebracht hatte.

Die Anfänger des Streicherspielkreises sowie die Fortgeschrittenen unter ihnen um Martina Blömer gefielen mit klassischen Weihnachtsmelodien wie „Gesegnete Nacht” oder „Tochter Zion” und dem barocken „Concerto in C-dur” von Antonio Vivaldi. Mit Elan und Schwung musizierten sie die einzelnen Sätze, und von Aufregung war da nichts zu merken.

Lebensfreude und tief empfundener Glaube kamen in den Gesangseinlagen von Katharina Wingen zum Ausdruck.

Dank ihrer wandlungsfähigen und ganz oft engelsgleichen Stimme sang sie gefühlvoll „Christbaum” von Peter Cornelius, „Maria Wiegenlied” von Max Reger oder das „O Holy Night” von Adolphe Adam, perfekt begleitet von derÊ an der Musikschule tätigen Pianistin und Cembalistin Diana Jianu. Locker und beschwingt interpretierten die beiden Profis „Have yourself a merry little Christmas” und „White Christmas”.

Das Flötenensemble unter Leitung von Gabriele Sous zeigte mit der „Suite F-Dur” von Christian Friedrich Witt sein Können. Schön herausgearbeitet wurden in ihrem Vortrag die verschiedenen Charaktere der Tänze Entrée, Sarabande, Menuet, Bourée und Menuet. Störend war leider, dass das Publikum zwischen den einzelnen Sätzen immer wieder applaudierte.

Mit „der Königin von Saba” aus dem Oratorium „Salomon” von Georg Friedrich Händel gelang Johannes Flamm und seinem Holzbläserquartett eine feierliche und traumhafte Ankunft. Sein Sax-Ensemble gefiel mit Pachelbels bekanntem „Kanon” und der Ballade „Bridge over troubled water” von Simon und Garfunkel. Harry Wassenberg und seine Klarinettenklasse hatten sich den Weihnachtsklassiker „Rudolph the Red-Nosed Reindeer” ausgesucht und bestachen durch perfektes Zusammenspiel, gute Technik und große Musizierfreude.

Der Leiter der Musikschule selbst leitete sowohl das Kammermusik-Ensemble als auch das Streichorchester. Mit ersterer Gruppe gab es das Andantino aus dem „Quintett in C-dur” von Johann Sebastian Bach, liebliche Klänge, die Annette Rißmayer (Querflöte), Pascal Koch (Oboe), Romary Schick, Stefan Guha (Violinen) und Michelle Souvignier (Violoncello) wunderschön vortrugen.

Kontrastierende Dreisätzigkeit

Das schon vom fortgeschrittenen Streicherspielkreis dargebotene „Concerto in C-dur” von Antonio Vivaldi fand in dem Streichorchester unter Herbert Merz mit Timo Hanf und Aaron Fehr (Solotrompete) sowie Diana Jianu (Cembalo) seinen Höhepunkt. Charakteristisch wurde die kontrastierende Dreisätzigkeit Allegro - Largo - Allegro herausgearbeitet und grandios und lebendig gespielt.

Die Vielfalt der technischen und stilistischen Mittel des barocken Werkes wurden dem andächtig lauschenden Publikum vor allem durch die hinreißenden und virtuosen Läufe der Solotrompeter aufgezeigt. Im Zusammenspiel mit den übrigen Kolleginnen und Kollegen war die Dynamik wohltuend ausgewogen und homogen.

Zum Schluss gab es stehende Beifallsbekundungen und die berechtigte Hoffnung auf weitere Orchesterereignisse in Stolberg.
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