Musikgenuss und Spende für die Bürgerstiftung

Von: Dirk Müller
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Pianist Otto Rampelt begeisterte beim Abo-Konzert mit Klaviermusik der Romantik und wurde bei drei Liedern von der jungen Sopranistin Eva Weißhaupt unterstützt. Foto: D. Müller

Stolberg. Kompositionen der Früh- und Hochromantik hatte Pianist Otto Rampelt für ein Abo-Konzert im Rahmen des städtischen Kulturprogramms ausgewählt, doch bevor die ersten musikalischen Töne erklangen, stand ein Redebeitrag auf dem Programm.

Nachdem Kulturmanager Max Krieger die Konzertgäste begrüßt hatte, sprach Friedel Rampelt, die Ehefrau des Musikers, eine interessante Einführung. Visuell unterstützt von zahlreichen Darstellungen, die mit einem Video-Beamer projiziert wurden, beleuchtete sie unter anderem den gesellschaftspolitischen Hintergrund der kulturgeschichtlichen Epoche Romantik.

Otto Rampelt selbst wechselte während des Konzerts auch immer wieder vom Flügel zum Rednerpult, um Wissenswertes über die jeweiligen Komponisten oder die einzelnen Werke zu erläutern. Sowohl sein virtuoses Klavierspiel als auch seine Moderationen wurden visuell durch Fotos und Gemälde der Komponisten, zeitgenössische Dokumente, Filmszenen und viele Fotos begleitet, so dass bei dem Konzertabend Hör- und Sehsinn bedient wurden. War die Auswahl der Werke auch auf Klaviermusik der Früh- und Hochromantik eingegrenzt, so präsentierte Otto Rampelt dem Publikum dennoch ein facettenreiches Programm.

Der Pianist begann mit einem verspielten Scherzo von Franz Schubert (1797 – 1828), um anschließend einen Auszug von Carl Maria von Webers (1786 – 1826) Rondo „Aufforderung zum Tanz“ zu intonieren, das in der Orchestration von Hector Berlioz untrennbar mit Webers Oper „Der Freischütz“ verbunden ist. Das Spiel zwischen den teils verträumten, teils temperament- und schwungvollen Elementen des Rondos setzte Rampelt gekonnt um und widmete sich in der Folge dem Komponisten, der den Übergang von Wiener Klassik zur Romantik wie kein anderer verkörpert.

Nachdenklich bis schwermütig

Ludwig van Beethovens (1770 – 1827) nachdenklichen bis schwermütigen zweiten Satz der „Sonate Pathétique“ brachte Rampelt ebenso souverän zu Gehör wie eine jubilierenden Ausschnitt der „Pastorale“ (6. Sinfonie) oder Franz Schuberts munteren „Militärmarsch“. Noch mehr Vielfalt erhielt das Konzert, als die junge Sopranistin Eva Weißhaupt das musikalische Geschehen bereicherte. Gefühlvoll und brillant sang sie Robert Schumanns (1810 – 1856) „Die Lotosblume“, „Die Forelle“ (F. Schubert) und das „Sandmännchen“ von Johannes Brahms (1833 – 1897).

Im Verlaufe des Abo-Konzerts überzeugte Otto Rampelt weiterhin solistisch: Die romantischen Werke von Clara Schumann (1819 – 1896), Felix Mendelssohn Bartholdy (1809 – 1847), Franz Liszt (1811 - 1886) und Frédéric Chopin (1810 – 1849) begeisterten das Publikum, und der Pianist bereitete dem gelungenen Abend mit einem Extrakt aus Bedich Smetanas (1824 - 1884) „Die Moldau“ ein hoch atmosphärisches Finale.

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