Stolberg - Musikalische Reise nach Irland mit „Merain“

Musikalische Reise nach Irland mit „Merain“

Von: mepo
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Musikerinnen in eleganten Kleidern, irische Traditionsmusik und moderne Stücke: Das bekamen die Zuhörer beim Konzert von „Merain“ im Rittersaal der Burg geboten. Foto: M. Polat

Stolberg. Einen Hauch von Irland brachten die Künstlerinnen des Trios „Merain“ jetzt in den Rittersaal der Burg: Das neue Konzertprogramm „Celtic Ways“ vereinte traditionelle irische Musik mit modernen Liedern, gefühlvolle Harfenklänge mit ausdrucksstarken Stimmen und bot flotte Geigenmusik sowie die irische Mundart „Lilting“.

Dabei präsentierte „Merain“ Werke von irischen Komponisten – die Arrangements und die Komposition stammten von dem Trio. Das Kupferstädter Wahrzeichen war die letzte Anlaufstelle für Mirjam Rietberg (Keltische Harfe), Mieke Manschot (Gesang und Bodhrán) und Sandra Wallner (Violine) auf ihrer Burg- und Schlosstour, was der Darbietung allerdings keineswegs anzumerken war.

Keine Spur von Erschöpfung, dafür aber Enthusiasmus und spannende Geschichten bekamen die Zuhörer im fast ausverkauften Rittersaal geboten. Zu jedem Stück wussten die Musikerinnen in eleganten Kleidern kleine Anekdoten zu erzählen, denn „das Programm ist aus unseren Erlebnissen aus Irland entstanden“, verrät Wallner.

Auf der Suche nach Inspiration bereisen die Nicht-Irinnen regelmäßig die Insel und tauschen sich mit Musikerkollegen aus. So entstand auch das Arrangement zum letzten Lied des Konzert: Lukas Blooms „You Couldn’t Have Come at a Better Time“ ist für die Musikerinnen wortwörtlich zu verstehen, denn von ihm seien sie während einer ihrer Irlandreisen gerettet worden: „Lukas Bloom ist ein bekannter irischer Sänger, den wir beim Trampen in Irland kennengelernt haben. Er hat uns in seinem Auto mitgenommen“, erzählt Wallner schmunzelnd.

Vielseitiges Programm

Doch los ging es an diesem Abend mit einem traditionellen Lied: Richard Farrellys „Isle of Inisfree“ begann mit leisen, gefühlvollen Harfenklängen und endete mit einem harmonischen Zusammenspiel aus Harfen- und Geigenklängen sowie Gesang. Es folgte ein Block aus der alten Harfentradition, die laut der Violinisten eine Art Barockmusik sei.

Flotte und beschwingte Instrumentalstücke wie Turlough O’Carolans „James Betagh“ wechselten sich ab mit ruhigen Liedern wie „Eleanor Plunkett“ von ebendiesem, welches Manschot auf Gälisch zum Besten gab. Im Harfensolo „The Jointure“ von Thomas Connellan zeigte Rietberg dem Publikum alle Facetten des Zupfinstruments. Nach dem Set zeigte sich das Publikum besonders begeistert und belohnte die Ausdauer der Musikerinnen mit langanhaltendem Applaus. In dem Konzertprogramm hatte „Merain“ weitere Perlen der irischen Tradition versteckt: „Cuir a Chodladh“ wurde von Manschot auf Gälisch a cappella präsentiert, denn „Chodladh“ ist eine alte Gesangstradition, die ausschließlich ohne Begleitung gesungen wird.

Weiterhin gab es auch Stücke nur für die Geige, Lieder mit Gesang zu dritt und Einlagen zur Mundmusik „Lilting“. Das irische Gedicht „Give me Three Grains of Corn“ von Amanda Edmond, das noch nie vertont wurde, setzte das Trio ebenso gekonnt in Musik wie „With or Without You“ von U2: Im altirischen Stil brachte „Merain“ eine ganz eigene Melodie in den Klassiker ein. Und auch Enyas „Caribbean Blue“ durfte in dem Konzertprogramm nicht fehlen. So gelang es dem Trio, das seit 2010 konzertiert, aus der irischen Musik etwas ganz Eigenes zu machen: „Wir wollten einfach etwas machen, was zu uns passt“, resümierte die Violinistin Wallner. Der anerkennende Applaus des Publikums zeigte, dass dies „Merain“ durchaus gelungen war.

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