Musik von besonderem Kaliber: „32/20“ im „Piano“

Von: Dirk Müller
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Thomas Neukirch (v. l.), Heiko Wilhelmus, Michael Schömer und Benjamin Krämer rocken als „32/20 Blues Band“ die Musikkneipe „Piano“ und begeistern das Publikum in der Altstadt mit tollem Sound. Foto: D. Müller

Stolberg. Der Name der Band ist schnell erklärt, denn „32/20“ bezeichnet das Kaliber einer Winchester Zentralfeuerpatrone, die sowohl mit dem Gewehr, als auch mit dem Revolver abgefeuert werden kann. Um das Kaliber der „32/20 Blues Band“ zu beschreiben braucht es wesentlich mehr Worte.

 Oder ein Konzert in der Stolberger Musikkneipe „Piano“, in der das Quartett ein Bluesrock-Feuerwerk entzündete, das die Gäste vollends begeisterte.

Mit unbändiger Spielfreude und auf hohem musikalischen Niveau riss das Quartett die Zuhörer unwiderstehlich mit. Seit 16 Jahren spielt die „32/20 Blues Band“ in der selben Besetzung, doch da Bassist Ingo Neukirch an dem Abend des Konzertes in der Stolberger Altstadt verhindert war, strukturierte die Formation ihre Aufstellung um.

Was der Qualität der Livemusik keinen Abbruch tat, denn die Band präsentierte sich variabel wie exzellent. Schlagzeuger Benjamin Krämer hat kurzerhand den Bass übernommen, und an den Drums ist Michael Schömer eingesprungen. Die umgestaltete Rhythmus-Sektion lieferte souverän die druckvolle Basis für den rockigen und dynamischen Blues, der das Publikum gehörig in Wallung brachte.

Sänger und Gitarrist Thomas Neukirch sprach die Zuhörer mit seiner kernigen Stimme und dem authentischen Gesang an, und Sologitarrist Heiko Wilhelmus spielte die Musikfreunde ein ums andere Mal in reine Ekstase. Gitarrenhelden wie Stevie Ray Vaughan oder Peter Green huldigte die Band ehrfürchtig und voller Leidenschaft, indem die Musiker Stücke wie „Willie the Wimp“ oder „Oh well“ brillant intonierte.

Begeisterungsstürme im „Piano“ entfachte auch „Creams“ Klassiker „Sunshine of your Love“, doch auch die zahlreichen Eigenkompositionen der „32/20 Blues Band“ standen den bekannten Hits nichts nach.

Stets dem eigenen Stil entsprechend, spielte das Quartett dabei dennoch verschiedene Varianten des Blues‘ und reicherte etwa „Skunks of War“ mit psychedelischen Einflüssen an, würzte „What I wanna do“ mit einer Prise Beat. Während die „Beer drinkin‘ Granny“ Spuren von Rockabilly aufwies, kam „Ignored“ als klassischer schwermütiger Blues daher.

Dieser Titel stammt aus dem aktuellen Album „Crossbrain“, aus dem die „30/20 Blues Band“ zur Freude des Publikums noch weitere Stücke präsentierte. Und „Call you trouble“, „Wallstreet“, „Stay“ und mehr kamen bei den Zuhörern in der Altstadt bestens an.

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