Museumssägewerk bleibt Erfolgsmodell

Von: Heike Eisenmenger
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Im nächsten Jahr wird der neue „Unterbau“ eröffnet: Darauf freuen sich (v.l.) Erich Veeser, Robert Jansen, Heinz-Gerd Braun, Andrea Pohl, Bruno Kettenus und Richard Veeser. Foto: H. Eisenmenger

Stolberg-Zweifall. Den Zweifaller Wald erlebten die Spaziergänger am Wochenende von einer seiner schönsten Seiten: Die Oktobersonne hatte die Landschaft in ein goldenes Licht getaucht. Die Blätter an den Bäumen und das Laub boten ein wunderbares Farbenspiel.

Auch der Samstag war ein Herbsttag wie aus dem Bilderbuch und damit wohl der schönste Abschluss, den sich der Museumssägewerk-Verein Zweifall wünschen konnte. Denn am Samstag fand die letzte Sägegatter-Vorführung in diesem Jahr statt. Wie immer wurde vor Publikum gezeigt, wie maschinell aus einem Rundholz ein Brett gefertigt wird.

Es war ein gutes Jahr für den „Förderverein Museumssägewerk Zweifall“, so das Fazit des Vorsitzenden Robert Jansen. „Es sind insgesamt 700 bis 800 Besucher in diesem Jahr gekommen. Wie viel an einem Wochenende los ist, hängt letztlich immer sehr vom Wetter ab“, erzählte Jansen.

Eintritt erhebt der Verein nicht. Die Ehrenamtler vertrauen darauf, dass die Besucher freiwillig einen Obolus geben, damit der Verein über die Runden kommt. Und das Prinzip funktioniert: Die Gäste unterstützen gern die Arbeit der Ehrenamtler, denn sie bewahren die Erinnerung an die wirtschaftliche Entwicklung des Ortes. Und damit ein Stück weit lebendige Geschichte. Umgeben von Wald, lag es für die Zweifaller nahe, mit der Holzverarbeitung Geld zu verdienen. 1850 eröffnete die erste Holzschneidemühle.

Den Verein gibt es seit 2008. Anfangs waren es 25 Mitglieder. „Mittlerweile sind wir 75“, sagt Jansen nicht ohne Stolz. Und ergänzt: „Ohne dieses ehrenamtliche Engagement wäre das hier gar nicht machbar.“

Die Bretter, die im Rahmen der Vorführungen produziert werden, dienen beispielsweise dazu, Hochsitze zu bauen oder zu reparieren. „Wir bekommen ab und zu Anfragen von Privatleuten, aber wir haben uns ganz bewusst dagegen entschieden, Handel zu betreiben – auch nicht in einem kleinen Umfang“, betont der Vorsitzende. Das gesamte Holz, das im Museumssägewerk verarbeitet oder bearbeitet wird, geht zurück an den Staatswald NRW und somit an das Land Nordrhein-Westfalen. Deshalb sind Spenden und Mitgliederbeiträge die einzigen Einnahmequellen für den Verein.

Die Arbeit von Robert Jansen und seinen Mitstreitern konzentriert sich im kommenden Jahr auf die Fertigstellung eines neuen Ausstellungsraumes. Oder besser gesagt: eines Gebäudes. „Das, was unter dem Gatter passiert, können die Besucher demnächst auch sehen“, kündigt der Vorsitzende an und deutet auf einen mehrere Meter hohen Bau gleich gegenüber des Museumssägewerks im Solchbachtal. Auf Türen wurde verzichtet, alles ist offen. Im Zentrum steht ein wuchtiges Gatter bzw. dessen mehrere Meter hoher Unterbau. Es sind wahrlich imposante Ausmaße, die sich da in Zukunft auftun werden.

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