Museumsnacht: Mehr Angebote für Jugendliche

Von: Dirk Müller
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Ein vielfältiges Kulturangebot aus Kunst, Livemusik, Kabarett, Shows, Mitmach-Aktionen, Kulinarischem, Kunsthandwerk und mehr lockt zur Stolberger Museumsnacht. Foto: D. Müller

Stolberg. Für Freunde der Kultur ist es die Nacht der Nächte: Die elfte Stolberger Museumsnacht lockt am Samstag, 1. November, ab 19 Uhr mit einem facettenreichen Angebot an mehreren Stationen. Organisatorin Petra Grüttemeier setzte bei der Planung der Großveranstaltung auf das bewährte Konzept.

„Aber es gibt auch Neuerungen“, sagt die Museumspädagogin vom Zinkhütter Hof. Unverändert bleiben die Komponenten, die für das Erfolgsmodell Museumsnacht in der Kupferstadt bürgen: Etwa die enorme Bandbreite des Angebotes, die überschaubare Anzahl der Orte mit viel Charme und der Bustransfer, der den Gästen bis Mitternacht kostenlos zur Verfügung steht.

„Im Vergleich zu großen Städten müssen Gäste der Stolberger Museumsnacht sich nicht vorab entscheiden, welche Orte sie besuchen, sondern können alle Stationen genießen. Das macht einen besonderen Reiz aus“, weiß Grüttemeier dank der Rückmeldungen vieler Besucher. Seit Jahren gewinnt sie wichtige Erkenntnisse aus den Evaluationsbögen, in denen Gäste der Museumsnacht berichten, was ihnen gefallen hat oder eben nicht. So wurde die Organisatorin auch auf heranwachsende Besucher aufmerksam.

„Für Kinder bieten wir schon lange viel, aber treue Museumsnacht-Kinder sind inzwischen älter geworden, wenn auch noch nicht erwachsen.“ Die Konsequenz daraus seien die neuen, speziell auf Jugendliche zugeschnittenen Angebote. Jugendparlament und die Zeitschrift „Extrawurst“ stellen sich vor, der Jugendbus der Stadt ist vor Ort, und spannende Mitmach-Aktionen locken die Jugendlichen.

Bei einer Videoproduktion können sie als Moderator und Reporter agieren, sie können lernen, wie man eine App entwickelt, an einem Fotowettbewerb teilnehmen, sich die Haare stylen und schminken lassen oder beim Speckstein-Workshop der Kinder- und Jugendperspektive kreativ sein. „Die Aktionen für Kinder bleiben parallel natürlich bestehen“, versichert Grüttemeier und verweist auf Steinzeitleben, Monsterfilzen und Münzgießen.

„Die ganz jungen Besucher können auch Superflummis selbst herstellen und mit dem ,Energeticon‘ Energie erleben und verstehen lernen.“ Ein Besuch in der Geschichtswerkstatt bietet sich für die ganze Familie an, und die Erwachsenen können sich im Museum Zinkhütter Hof an fast 20 Ausstellern mit Kunst, Kulinarischem, Kunsthandwerk und mehr erfreuen – und an reichlich Livemusik. Der Singer- und Songwriter Paul Darin, das Duo „Die Trauzeugen“ mit aktueller Tanzmusik, Öcher Blues von Dieter Kaspari und „Pop op Kölsch“ von Stefan Knittler und Band stehen auf dem musikalischen Programm.

Klangvolles hat auch die Burg zu bieten, denn im Rittersaal präsentiert das Mario-Triska-Ensemble ungarische Zigeunermusik, Walzer und Swing. Besondere Geigen werden in der Burg ausgestellt, „Clownerike“ begibt sich mit den Kindern auf Schatzsuche, und es gibt einen Wahrsagerstand.

Beide Burghöfe sind indes fest in Ritterhänden. Das Museum in der Torburg gewährt Einblicke in traditionelles Handwerk wie Schmieden, Drechseln, Lederbearbeitung und Schuhmacherei. Kaffee wird dort frisch geröstet und zum Kuchen in der gemütlichen Kaffeestube auch getrunken, und Ruth Djamadi erzählt, von Musik begleitet, fantastische und gruselige Geschichten.

In den Kunsthandwerkerhof Rose am Alter Markt locken kulinarische Genüsse und die offenen Ateliers von „Muschelkönigin“ Heidi Selheim und Anina Marita Cujai. Der Kupferhof Rosental zieht ebenfalls mit seinem besonderen Ambiente, mit Kunst und Kunsthandwerk von fünf Ausstellern sowie mit einem Liveprogramm an. Der Comedy-Zauberer Wladimir Schmidt zeigt seine Show, Hubert vom Venn bringt die Gäste mit einem kabarettistischen Eifelmix zum Lachen, und das Duo „Mo und Eli“ spielt Reggae-Cover-Musik.

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