Museumsnacht in Stolberg: Musik, Kunst und Kulinarisches

Von: Dirk Müller
Letzte Aktualisierung:
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Das Finale der Museumsnacht erleben viele Besucher im Zinkhütter Hof beim Livekonzert von „Final Virus and Friends“. Aber über den ganzen Abend gab es hochkarätige Musik für die Gäste der Veranstaltungen. Foto: D. Müller
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Kinder und Jugendliche hatten im Forum des Zinkhütter Hofs Spaß bei den Mitmachaktionen. Foto: D. Müller
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Das historische Schauspiel „der Hammer von Stolberg“ wurde von der Veytaler Ritterschaft spektakulär inszeniert. Foto: D. Müller
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Im Kupferhof Rosental gab es viel zu entdecken, da die Anzahl der Aussteller gestiegen ist. Foto: D. Müller
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Der Außenbereich des Zinkhütter Hofs lockte unter anderem mit Feuershows. Foto: D. Müller

Stolberg. Im späten Mittelalter feiern die Bürger Stolbergs aus gutem Grund: Sie haben gelernt, die Kraft des Wassers zu nutzen, um Eisen zu bearbeiten. Sie stauen Teile der Vicht, so dass ein wasserbetriebener Hammer die schwere Arbeit verrichten kann.

Doch der Abt von Kornelimünster will den Stolbergern die Erträge streitig machen und entsendet seine Schergen. Prompt kommt es zu einem heftigen Scharmützel, bei dem die Schwerter scheppernd gekreuzt werden. Letztlich greift der Herzog von Jülich ein, verweist den Abt auf das Zehntel, das er ohnehin von den Stolbergern erhält, und schlichtet den Zwist. Das historisch angelehnte Schauspiel „Der Hammer von Stolberg“, das die Veytaler Ritterschaft an der Burg spektakulär in Szene gesetzt hat, war einer der Höhepunkte der 13. Stolberger Museumsnacht.

Breites Angebot

Wobei es zahlreiche Highlights für verschiedene Geschmäcker gab, denn das Portfolio der Museumsnacht war enorm. Vielfältig war zum Beispiel das Angebot an Livemusik, die bei sieben Konzerten an dem langen wie kurzweiligen Abend erklang.

Das Deutsche Rote Kreuz und das Technische Hilfswerk waren im Dauereinsatz, auch wenn keine Notfälle während der Museumsnacht dies erforderten: Die Kleinbusse von THW und DRK pendelten zwischen den teilnehmenden Stationen, und der Bustransfer war für die Gäste im Eintrittspreis für alle Orte inbegriffen.

In der Altstadt lockte nicht nur die Burg mit Konzerten der „Street Kids“ und des „Trios Vernissage“, Ritterlager, Archivalien und mehr, sondern auch der Kunsthandwerkerhof Rose mit Kunstausstellungen und Spezialitäten. Und natürlich das Museum in der Torburg, in der historisches Handwerk gezeigt wurde, und eine Geschichtenerzählerin und eine Flötistin die Besucher unterhielten.

Sehr ansprechend war auch der Kupferhof Rosental, der jetzt mehr Aussteller beherbergte – sowohl im Innern des prachtvollen historischen Gemäuers, als auch im Außenbereich dahinter, wo ein Künstler mit seinen Exponaten die Lücke zu dem Zelt schloss, in dem der Struwwelpeter „op platt“ von „Haase Waller“ vorgetragen wurde und das „Triska-Trio“ mit Evi Rebière musizierte.

Wie ein Magnet zog das Museum Zinkhütter Hof sechs Stunden lang alle Generationen an. Für Kinder und Jugendliche waren mehrere Mitmachaktionen im Forum des Museums attraktiv, und auch der Jugendbus der Kupferstadt war vor Ort.

Skulpturenhof

Das Außengelände wurde zu einem Skulpturenhof mit Kunstwerken, und vor dem großen Schwungrad präsentierte „Bardibardi“ mehrfach eine Feuershow. Im Art-Department in der Villa des Zinkhütter Hofs waren Originalbilder zu Kinderbüchern zu bewundern, und im Museum selbst gab es eine Menge zu sehen, hören und schmecken. Mehrere Künstler haben ihr Schaffen gezeigt, zahlreiche Aussteller präsentierten Kulinarisches und Kunsthandwerk, und von Beginn an begleitete Livemusik die Museumsnacht im Zinkhütter Hof. Gero Körner machte am Piano den Anfang, dann übernahm das Akustik-Folkpop-Duo „Junebug in a Jar“, bevor die „TUF-Band“ akustischen Reggae spielte. Zum Finale begeisterte Peter Sonntag mit „Final Virus and Friends“ das Publikum.

Dieses qualitativ sehr hochwertige Konzert sei von den Besuchern besonders hoch gelobt worden, sagte die Macherin der Museumsnacht, Petra Grüttemeier, die auch nach der 13. Auflage der Veranstaltung ein positives Fazit zog.

„Es war eine schöne Museumsnacht, das Publikum im Zinkhütter Hof war sehr angenehm, und ich habe vielfach die Resonanz erhalten, dass es den Besuchern richtig gut gefallen hat“, sagte Grüttemeier im Rückblick auf die Museumsnacht.

Auch Kinder begeistert

Als Museumspädagogin freue es sie es besonders, dass die Angebote für Kinder, Jugendliche und Familien im Forum so gut angenommen worden seien. Grüttemeier: „Zum Beispiel war die Porträtfoto-Aktion von Agnes Bläsen-Jansen echt toll und ist bei den Kids bestens angekommen.“

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