Stolberg - Museumsnacht: Ein Kupferungeheuer begrüßt die Gäste

Museumsnacht: Ein Kupferungeheuer begrüßt die Gäste

Von: ric
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In der Torburg faszinierte vor allem Rainer Hauschild mit seinen Fertigkeiten beim Drechseln die Besucher. Gerne schaute man dem Künstler bei seiner Arbeit über die Schulter, ehe man in gemütlicher Atmosphäre den vorgetragenen Geschichten von Ruth Djamati lauschte. Foto: R. Peters
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Manfred Kaivers und sein Kupferungeheuer „Basti“ gehörten zu den Gewinnern der Mitmachaktion „Liebeserklärung an Stolberg“.
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Die Skulpturen am Zinkhütter Hof zogen die Besucher der Museumsnacht mit ihrer faszinierenden Beleuchtung in ihren Bann.

Stolberg. Mittlerweile ist sie Tradition geworden: die Stolberger Museumsnacht. Seit nun schon zwölf Jahren zieht es die Kupferstädter am ersten Samstag im November einen Abend lang zu den Ausstellungsorten in der gesamten Stadt. Dank der Shuttle Busse mussten die Besucher sich auch in diesem Jahr nicht nur auf eines der Museen beschränken.

Im Rittersaal auf der Burg startete dieses Jahr zum ersten Mal die Kreativ-Mitmach-Aktion „Liebeserklärung an Stolberg“, die die Stolberger dazu aufrief, ihre Verbundenheit zur Kupferstadt zu präsentieren. Jeder Besucher konnte seine sechs Wertepunkte auf seine liebsten Kunstwerke verteilen, so wurden am Ende des Abends die Gewinner in den Kategorien Fotos und Bilder, Gebasteltes und Objekte und Geschriebenes und Gedichte gekürt.

Besonders beeindruckt waren die Besucher von Manfred Kaivers Kupferungeheuer Basti. Kaivers, der eigentlich Mitglied im Schiffsmodellclub Stolberg ist, hatte sein Kunstwerk schon im Sommer geschaffen und im Bastinsweiher schwimmen lassen und so eine ganz außergewöhnliche Liebeserklärung an Stolberg geschaffen.

Neben einem Gemälde der Stolberger Burg oder dem Stolberger Wappen hatten auch die jüngsten Besucher der Museumsnacht ihre Bilder zur Schau gestellt. Der Verein Historische Altstadt Stolberg hatte sich jedoch eine höhere Beteiligung der Stolberger erhofft. Das Interesse der Besucher, die für die Liebeserklärungen abgestimmt hatten, war im Vergleich zur Anzahl der Kunstwerke dennoch hoch, nicht zuletzt auf Grund der musikalischen Begleitung von Sopranistin Cornelia Barwitzki und der Stolberger Schülerin Kamilla Anna Leines, die den Abend gesanglich hervorragend untermalten.

Gemütliche Runde

Im Museum Torburg trafen wie auch in den Jahren zuvor gemütliches Zusammensein und Handwerkskunst aufeinander. Während Ruth Djamati in gemütlicher Runde Geschichten erzählte, demonstrierte Drechsler Rainer Hauschild sein Handwerk den interessierten Zuschauern.

„So etwas gibt es hier in der Region wohl eher selten zu sehen, deshalb kommen die Besucher bei der Museumsnacht immer gerne vorbei und schauen mir über die Schulter“, sagte Rainer Hauschild.

Die meisten Besucher zog es gerade gegen Ende des Abends zum Zinkhütter Hof, wo die Museumsnacht traditionell mit live Musik einen gebührenden Ausklang findet. „Die Fünflinge“, das A-Cappella-Quintett mit Udo Dohlen, Michel von der Weiden, Thomas Spiekermann, Olaf Korr und Thomas Mertes brachte die Besucher mit meist deutschsprachigen Covern von bekannten A-Cappella- Gruppen in Schwung.

„Es geht uns nicht nur darum, zu singen. Wir erzählen Geschichten aus dem Leben. Das macht dann das gesamte Unterhaltungspaket aus“, sagt Dohlen. Wer im Laufe des Abends einen Blick in den Innenhof des Zinkhütter Hofs warf, konnte in der Dunkelheit die illuminierten Skulpturen von Elke und Günter Winterscheid, Peter Henn, Jan Zimmermann und Alexander Göttmann bewundern.

Das musikalische Finale der 12. Auflage der Stolberger Museumsnacht boten die „Pearls“. Spätestens als die Pop Gruppe den bekannten Hit „Blurred Lines“ anstimmte, schwangen die ersten Stolberger das Tanzbein. Ein deutliches Zeichen dafür, dass die Museumsnacht auch in diesem Jahr wieder Anklang bei den Besuchern gefunden hat.

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