Museum in der Torburg: Saniert wie einst das Kolosseum

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Wenden alte Techniken an: Harald Frantzen und Jürgen Griesel nutzen den Bleiguss für Montagezwecke am Gemäuer des Museums in der Torburg am Luziaweg.

Stolberg. Nach einem vandalistischen Versuch, vom Luciaweg aus durch ein schmales Fenster in das Museum in der Torburg einzudringen, wurde nun ein bis dahin fehlendes Schutzgitter vor diesem Fenster museumsgerecht nach historischer Methode installiert.

Das von Tim Stevens in der museumseigenen Schmiede gefertigte Gitter ist jetzt von Harald Frantzen und Jürgen Griesel in das Fenstergewände eingepasst und mit flüssigem Blei vergossen worden. Dieses Verfahren war schon bei den Römern bekannt. Man kann es noch heute beim Besuch des Kolossums in Rom sehen. Im Mittelalter wurde Blei hauptsächlich im gotischen Dombau verwandt.

In unserer Zeit werden Stein, Eisen und Blei als Verbund im denkmalpflegerischen Bauwesen wieder genutzt. Vor allem dort, wo schlanke Türme, Fialen oder überhängende Gargoyles und Wasserspeier das Bauwerk schmücken und diese originalgetreu restauriert werden sollen. Die Vergießungsmethode mit Blei ist erdbeben- und frostsicher, sowie gegen sauren Regen äußerst korrosionsbeständig.

Das neue Gitter sitzt bombenfest und macht das Torburg-Museum am Luziaweg wieder ein Stück sicherer.

Der interessierte Besucher kann sich bei einem Spaziergang durch die Altstadt den bleivergossenen Fensterschutz im Luciaweg an der Außenwand des Museums ansehen und die Arbeit selbst begutachten.

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