Münsterbusch macht Weg für die Fusion frei

Von: Lukas Franzen
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Die Fusion fest im Blick: Nachdem der SC Münsterbusch den ersten Schritt gemacht hat, sind jetzt die Mitglieder des FC Stolberg, der derzeit noch am Trockenen Weiher spielt (unser Bild), am Zuge. Foto: H. Eisenmenger

Stolberg-Münsterbusch. Die Öffentlichkeit wurde kurzerhand ausgeschlossen bei der entscheidenden Abstimmung über die Fusion mit dem FC Stolberg. Denn: „Heiß hergehen“ könne es bei der außerordentlichen Mitgliederversammlung des SC Münsterbusch, so die Begründung des 1. Vorsitzenden Peter Königs für den Ausschluss Presse unmittelbar vor Beginn der Sitzung.

Heiß hergegangen sei es zwar tatsächlich, ließ Königs anschließend verlauten. Die rund zweistündige Diskussion habe jedoch in einer „sehr guten, freundschaftlichen und fairen Atmosphäre“ stattgefunden. „Von keiner Seite ist auch nur ein böses Wort gefallen“, versicherte der Vorsitzende im Nachhinein. „Alle haben am Ende die Notwendigkeit eines Zusammenschlusses erkannt.“

Eine Erkenntnis, die sich offen-sichtlich im Abstimmungsergebnis der Versammlung widerspiegelt: Von den 42 stimmberechtigten Mitgliedern im Vereinsheim stimmten 39 für die Fusion mit den „Nachbarn“ FC Stolberg. Nur eine Person votierte mit „Nein“, zwei enthielten sich.

„Von dem klaren Ergebnis bin ich selbst überrascht, aber natürlich auch sehr erfreut“, zeigte sich Königs erleichtert. „Das Hauptproblem ist nun mal, dass es den SC Münsterbusch 1923 so nicht mehr gibt“, beschreibt der Clubchef die Einwände der Fusionsskeptiker. Doch am Ende siegte offenbar die Vernunft über Emotionen und Identitätsbedenken – auch wenn es laut Königs noch verschiedene Punkte mit dem Vorstand des FC zu klären gebe. „Wir geben nur unseren Namen auf, behalten mit der Anlage am Glashütter Weiher aber unsere sportliche Heimat. Unsere Freunde vom FC Stolberg kommen hingegen zu uns und müssen ihre Sportplätze und Vereinsheime aufgeben.“

Soweit ist es jedoch noch nicht. Am 18. März steht den Mitgliedern des FC Stolberg zunächst ein Urnengang über die Fusion mit dem „SCM“ bevor. Votieren auch sie für den Zusammenschluss, wird zeitnah eine gemeinsame Versammlung beider Clubs einberufen, um final über die Verschmelzung beider Vereine abzustimmen.

„Natürlich arbeiten beide Vorstände jetzt schon intensiv zusammen, um zu klären, welche Trainer und Spieler für den Spielbetrieb im nächsten Jahr zur Verfügung stehen“, so Königs. Der „neue“ FC Stolberg soll nach den Vorstellungen der Verantwortlichen dann eine erste Mannschaft in der Kreisliga A und eine zweite in der Kreisliga B stellen – vorausgesetzt, dem FC, der aktuell auf Rang 14 der Kreisliga A und somit nur hauchdünn „über dem Strich“ rangiert, gelingt am Ende tatsächlich der Klassenerhalt.

Um auch in der nächsten Saison eine Mannschaft in der Kreisliga B stellen zu können, darf der SC Münsterbusch in seiner vermutlich letzten Saison mit diesem Namen wiederum die ersten acht Plätze in seiner Spielklasse nicht verfehlen. Mit Rang 4 zum Rückrundenstart ist der „SCM“ momentan ebenfalls im Soll.

Während die ehemaligen Stolberger Traditionsvereine SV Stolberg, DJK Frisch-Froh Stolberg und dann auch der SC Münsterbusch also aller Voraussicht nach bereits ab kommender Saison in identischen Trikots und mit einem gemeinsamen Namen ihre Ligaspiele bestreiten werden, dürften sich die Bauarbeiten rund um den neuen Sportpark am Glashütter Weiher über mehrere Jahre hinziehen.

Kurzfristig sollen zunächst die Leichtathletik-Anlagen im Stadion erneuert und aufgewertet werden. Ein so genanntes „Kleinspielfeld“, ein neues Vereinsheim und die Überdachung der großen Tribüne werden nach den Vorstellungen von Peter Königs dann in den nächsten ein bis zwei Jahren verwirklicht werden.

Der Umbau des bisherigen Aschenplatzes zum modernen Kunstrasenfeld soll zum Start der übernächsten Saison (2014/2015) abgeschlossen sein.

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