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Münsterbusch huldigt Bayern

Von: dö
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Echt bayerische Stimmungskanon
Echt bayerische Stimmungskanonen: Zünftig ausstaffiert trugen Heinrich Brandt, Heike Plumm, Sabine Schröder, Eberhard Tulka, Dagmar Plum und Sven Heinrichs (v.l.) mit dazu bei, dass beim Oktoberfest der IG Münsterbusch eine tolle Atmosphäre herrschte. Foto: T. Dörflinger

Stolberg-Münsterbusch. Die Stimmung war prächtig, die Musik vom Feinsten, aber die Besucherzahl ließ zu wünschen übrig: Dieses Fazit zog Günter Pfeil, Vorsitzender der Interessengemeinschaft (IG) Münsterbuscher Vereine, die jetzt im örtlichen Jugendheim zu einem Oktoberfest geladen hatte.

„Damit sich das Oktoberfest rechnet, benötigen wir mehr als 200 Besucher”, gab sich Pfeil enttäuscht, der mit der Resonanz von rund 140 Besuchern nicht ganz zufrieden war. Denn Einnahmen, die für die Renovierung und Unterhaltung des Jugendheimes genutzt werden können, erziele die IG nur, wenn die Besucherzahl hoch sei und dementsprechend viel verzehrt werde. „Gut, dass die Gage der hervorragend spielenden Band von Sponsoren übernommen wird”, sagte der 70-Jährige versöhnlich, der seit 1999 das Vorsitzendenamt bekleidet. Die IG hatte jüngst alleine 25.000 Euro in die Neugestaltung und Renovierung der im Untergeschoss gelegenen Toilettenanlage investiert.

Ihre gute Stimmung nicht verderben ließen sich die Besucher, die bayerisch stilecht Dirndl oder Lederhose trugen und den Kontakt zum Nachbarn suchten, wenn die Musik zum Schunkeln einlud. Und dazu gab es oft Gelegenheit.

Dafür war die Musik einfach zu gut, die die aus Alsdorf stammenden „Oberländer Buam” aufspielte. Dass die von Peter Ritter geleitete Gruppe nicht nur bayerische Volksmusik im Repertoire hatte, bewies das 15-köpfige Ensemble, als es zu vorgerückter Stunde auch Kölner Stücke von den Höhnern & Co. spielte.

Für die Moderation war Sven Heinrichs, Vorsitzender der Mönsterböscher Jonge, zuständig. Er machte das Publikum auch mit der Symbolik der Dirndlschleifen vertraut. Diese Erklärung veranlasste Heinrichs zu der nicht ganz ernst gemeinten Feststellung, dass die überwiegende Anzahl der Besucherinnen offensichtlich im Witwenstatus seien: Denn eine nach hinten gebundene Schleife verrate, dass die Trägerin Witwe sei.

Derweil versammelten sich die Besucher überwiegend an den Stehtischen oder formierten sich in lockeren Gruppen im Saal; die vorsorglich aufgestellten Tischreihen blieben meist leer. Für die Bewirtung der Gäste war ein aus acht Personen bestehendes Team aus Mitgliedern der IG-Vereine zuständig. Damit es auch bei den Getränken „bayerisch sauber” zuging, wurde neben dem bekannten Gerstensaft aus der Eifel auch ein aus München stammendes Bier angeboten. Das Oktoberfest im Jugendheim war bereits die zweite Veranstaltung unter diesem Motto. Zuvor war es der Rheinisch Abend, der mit karnevalistisch gestimmter Musik und Showtänzen viele Jahre lang das Programm bestimmte. „Mit dem Oktoberfest wollten mir einmal etwas Besonderes anbieten”, erklärte Pfeil.
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