Stolberg-Zweifall - Müllwagen stürzt beinahe auf Wohnsiedlung

Müllwagen stürzt beinahe auf Wohnsiedlung

Von: Jan Schlegelmilch
Letzte Aktualisierung:
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Das Fahrzeug drohte den Hang herunter zu stürzen. Foto: Ralf Roeger

Stolberg-Zweifall. Auf die Müllabfuhr warteten einige Zweifaller am Mittwoch vergeblich: Die Arbeiter einer regionalen Entsorgungsfirma rückten zwar trotz eisiger Temperaturen in den südlichen Stolberger Ortsteil aus - die Witterung wurde ihnen jedoch auch schnell zum Verhängnis.

Auf der glatten Fahrbahn eines Wirtschaftsweges in unmittelbarer Nähe des Zweifaller Sportplatzes am Brändchen kam der Müllwagen des Abfallentsorgers von der Straße ab und drohte, den rechts gelegenen Hang hinunterzustürzen.

Nur die Hecken- und Baumreihe am Wegesrand verhinderte den Absturz des Fahrzeugs in Richtung der parallel verlaufenden Straße „Sillebend” sowie der Wohnsiedlung und damit einen schweren Unfall mit vermutlich schwerwiegenden Konsequenzen.

So hätte der Müllwagen schlimmstenfalls den Hang hinunter und dann auf dem beschneiten und gefrorenen Boden wie ein Schlitten in die Wohnsiedlung rutschen können. Glück im Unglück hatten somit nicht nur die Anwohner, die jedoch ihre Häuser sicherheitshalber vorerst verlassen mussten, sondern auch der Fahrer des Müllwagens sowie sein Beifahrer, die beide unverletzt blieben und mit dem Schrecken davon kamen.

Nach Aussage des Fahrers führte das Ausbrechen des Fahrzeughecks dazu, dass der Wagen von der Straße abkam und beinahe den Hang hinunterstürzte. Die Bergung des Fahrzeugs gestaltete sich aufgrund der engen Straße und des Schnees als äußerst schwierig.

Dazu bestand noch permanent die Gefahr, dass der Müllwagen Richtung Tal stürzen könnte. Dieser rutschte nämlich Minute um Minute - wenn auch nur minimal - immer weiter ab. Die ausgerückte Feuerwehr erkannte schnell, dass ein Herausziehen des Fahrzeugs auf der glatten Straße unmöglich und zu gefährlich gewesen wäre.

Um den bereits mit mehreren hundert Kilo Müll gefüllten Lastwagen wieder auf die Straße zu befördern, mussten schon schwerere Geräte her: Mit Hilfe von zwei Kranwagen der Firmen Kutsch und Klüttgens wurde der nur leicht beschädigte Müllwagen schließlich unter den Augen einiger Schaulustiger sowie des regionalen Fernsehens geborgen und wieder auf die Straße gesetzt.

Die spektakuläre Bergungsaktion verlief zwar im Endeffekt reibungslos, war jedoch mit sehr viel Aufwand und dem Einsatz zahlreicher Hilfskräfte verbunden. Denn bevor das Müllauto überhaupt an den Seilen der beiden Kräne hochgezogen werden konnte, mussten neben dem Stacheldrahtzaun einer angrenzenden Pferdewiese auch noch einige Bäume und Sträucher entfernt werden, um dem großen Kranwagen den nötigen Platz zu schaffen. Darüber hinaus mussten diese den schmalen Wirtschaftsweg bis zur Unfallstelle auch noch rückwarts fahren.

Für den Fahrer des Müllwagens gab es neben dem großen Schreck und der unangenehmen Erfahrung auch noch eine Verwarnung der Polizei.

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