Stolberg - Müllsituation in Stichstraße stinkt den Anwohnern

Müllsituation in Stichstraße stinkt den Anwohnern

Von: Katharina Menne
Letzte Aktualisierung:
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Hubert Simons möchte seiner Nachbarin nicht zumuten, dass die stinkenden Mülltonnen auf ihrem Grundstück stehen. Foto: K. Menne

Stolberg. Den Anwohnern der Gustav-Stresemann-Straße in Unterstolberg stinkt es in diesen Tagen gewaltig – und zwar im wahrsten Sinne des Wortes. Mehrfach wurde dort bereits der Müll nicht abgeholt. Angeblich, weil der Müllwagen des Entsorgungsunternehmens nicht in die enge Straße hineinkomme. Auf Anfrage unserer Zeitung wird die Regio-Entsorgung am Freitag gezielt überprüfen, ob es möglich ist, die Reihenhäuser mit ihren Fahrzeugen zu erreichen.

Besonders ärgerlich war für die Anwohner zuletzt, dass der nicht abgeholte Abfall in der Sommerhitze der vergangenen Wochen vor sich hin gärte, Maden sich daran gütlich taten und andere Tiere die gelben Säcke zerpflückten, so dass die Verpackungen überall umherflogen.

Die Begründung, die Fahrzeuge passten nicht in die Straße sei nur vorgeschoben, argumentieren die Anwohner. Bevor die Straße vor etwa zwei Jahren saniert wurde, habe es auch keine Probleme mit der Abfuhr gegeben. Dass sie die Tonnen eine Zeit lang an die Straßeneinmündung gestellt haben, sei vor allem der Baustelle geschuldet gewesen. Jetzt weigere sich aber seit Beginn der Sommerferien die Besitzerin des Grünstreifens am Abstellort, die Abfallbehälter weiterhin auf ihrem Grundstück zu tolerieren.

„Das steht so auch gar nicht in der Satzung, dass wir dazu verpflichtet wären“, sagt Anwohner Hubert Simons. Das solle man ihm im Zweifel schriftlich geben. Rechtlich sei er nur verpflichtet, die Tonnen sichtbar an die Straße zu stellen und das tue er.

Simons ärgert sich vor allem über den Starrsinn der Fahrer: „Ich habe mich anmeckern lassen müssen, als ich darauf hingewiesen habe, dass sie Tonnen stehengelassen haben.“ Das sehe er nicht ein, er zahle schließlich dafür, dass sein Müll entsorgt wird.

Laut Sven Poschen vom Ordnungsamt der Stadt Stolberg sei die Situation jedoch nicht sehr außergewöhnlich. Es gebe auch andere kleine Stichstraßen, wie zum Beispiel den Mathiasschacht, in die die großen Müllfahrzeuge nicht hineinpassen. Dort gebe es zentrale Plätze, an denen die Anwohner die Tonnen abstellen müssen. „Wir hoffen aber, dass sich eine Lösung finden lässt, mit der alle zufrieden sind“, sagt er. Und wenn es auch erstmal nur die Gewissheit wäre, dass die Straße zu eng ist.

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