Moos und Flechten auf der Tartanbahn

Von: Jürgen Lange
Letzte Aktualisierung:
schuspo_bu
Sanierung lohnt wegen guter Substanz: Auf Vordermann gebracht wird die Schulsportanlage, die am Lerchenweg zwischen dem Goethe-Gymnasium (links) und der Gutenberg-Schule (oben) liegt. Ihre Kapazität ist für den Ganztagsunterricht erforderlich. Foto: J. Lange

Stolberg. Sie ist in die Jahre gekommen, aber ihre Substanz ist durchaus noch in Ordnung. Trotzdem muss die Schulsportanlage hinter dem Goethe-Gymnasium mit erheblichem Aufwand durch die Stadt saniert werden.

Denn im Laufe der Zeit hat die Natur ihre Spuren hinterlassen - Spuren, die bei regelmäßigen Unterhaltungsarbeiten nicht hätten entstehen dürfen.

Da sind die Tennenflächen im Wurfkreis für Kugelstoß und Hammerwurf bewachsen. Das Mehrzweckspielfeld aus Kunststoff ist verwittert, die Linien sind nicht mehr erkennbar. Moos, Flechten und Laub setzen die Poren derart zu, dass die Flächen nicht mehr das Wasser abfließen lassen. An einigen Stellen machen sich Wurzeln so breit, dass der Belag aufgeworfen wird. Und auch die als Einfriedung dienenden Entwässerungsrinnen können ihrer Aufgabe nicht mehr ausreichend nachkommen.

Aber die Substanz der Anlage ist noch so zufriedenstellend, dass eine Sanierung wirtschaftlich erscheint, erklärt die Verwaltung dem am 29.April tagenden Vergabeausschuss, der die erforderlichen Arbeiten beauftragen soll.

Das Submussionsergebnis liegt unterhalb der im Haushalt bereitgestellten 47.000 Euro für die Sanierung, die übrigens durch einen Mitarbeiter des Tiefbauamtes betreut wird. Bereits vor gut einem Jahr wurden erste Vorabreiten geleistet und unerwünschter Bewuchs entfernt; 9500 Euro wurden seinerzeit investiert.

Die Investitionen in die Schulsportanlage des Goethe-Gymnasiums haben einen guten Grund, nachdem die Anlage lange Jahre aufgrund ihres mangelnden Pflegezustandes nur eingeschränkt nutzbar war. „Mit dem Einstieg in den Ganztagsunterricht gewinnt auch der Sport einen wesentlich größeren Stellenwert”, unterstreicht Stephanie Luczak.

Bereits im Vorjahr hatten die Richtlinien eine Ausweitung des sportlichen Angebots des Gymnasiums vorgesehen. Und dabei hat die Direktorin nicht nur den regulären Unterricht im Blick, sondern auch die Betreuung über die Mittagszeit hinweg. Dann mache es wenig Sinn für eine halbe oder dreiviertel Stunde den (Fuß-)Weg zum Stadion Glashütter Weiher anzutreten.

Dagegen liegt die hauseigenen Schulsportanlage hinter der Sporthalle am Lerchenweg nur einen Sprung weit entfernt. Mit ihrer Sanierung kann sich das „Goethe” auch ein Stück unabhängiger machen vom Stadion Glashütter Weiher, das während der Freiluftsaison von stark frequentiert sei. Dann gab es auch stets „Wettkämpfe” um die Nutzungsrechte.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert